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52. Ausgabe 2017 (28. Dezember 2017)

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Donnerstag, 28. Dezember 2017 | Seite 8 Stefan Gasser, Kandidat Gemeindepräsidium Glarus Nord: Unkonventionelle Wege Am 4. März 2018 wählt die Bevölkerung von Glarus Nord ihren Gemeinde - präsidenten. Der FRIDOLIN stellt die Kandidaten für das Gemeindepräsidium im Interview vor. Das Gespräch mit Stefan Gasser, parteilos, Bilten. Stefan Gasser, parteilos, Bilten. (Foto: FJ) Warum sind Sie der richtige zu - künftige Gemeindepräsident von Glarus Nord? Einfache Frage: ich bin nicht vor - belastet im Filzbereich, gehe un - konventionelle Wege, bin offen und direkt und kann gut mit anderen Menschen kommunizieren. Da ich über eine gute Selbstkompetenz verfüge und nicht in einer Partei gebunden bin, will ich Gemeindepräsident werden aus der Überzeugung, dass ich der Gemeinde etwas bringe. Das betriebswirtschaftliche Know - how bringe ich mit – ich habe mich unter anderem dazu an der FWB St. Gallen und an der HBS weiter - gebildet sowie in Zürich und an der Hard Winterthur den eidg. dipl. Automechaniker geholt. Ich führe einen selbstständigen Betrieb seit über 20 Jahren, hatte Einsitz in diversen Gremien. Unter anderem war ich Revisor in einem schweizerischen Händlerverband, Vorstand des Ge - werbeverbandes, Mitglied der Wirtschaftskommission usw. Gemeindepräsident zu werden wäre eine spannende Herausforderung für mich. Es würde mir Freude machen und ich würde ein Gemeindepräsident zum Anfassen sein, einer mit Stärken und Schwächen, der aber auch die nötige Erfahrung mitbringt. Wo steht die Gemeinde heute und wohin sollte sie sich – nach Ihrer Vision – bewegen? Heute steht sie in einer bewegten Zeit, nach bewegten siebeneinhalb Jahren. Viele Würfe wurden gemacht, einige davon sind auch richtig. Doch es sind viele Fragen offen, die man als Herausforderung für die Zukunft anschauen soll. Wohin die Gemeinde soll? Sie soll auf einer gesunden finanziellen Basis stehen und mehr für die Jungen machen. Ich bin dafür, die dörflichen Struk - turen beizubehalten und die Dörfer gegen innen zu verdichten. Dabei muss das Wünschbare vom Mach - baren getrennt werden. Bei der Zukunft der lintharena sgu etwa bin ich für das Machbare. Das Schwimmbad ist von Bedeutung, wir brauchen es für das Schulschwimmen, aber wir sind finanziell nicht in der Lage, es zu sanieren. Deshalb muss man zuerst klären und bereinigen, was machbar ist, und darf sich nicht übernehmen, weil es wünschbar ist. Allerdings bin ich noch ein Aussenstehender. Als solcher habe ich das Recht auf meine ersten 100 Tage im Amt, in denen ich mir Einsicht verschaffen werde – auch in die bestehenden Verträge, die man eingegangen ist. Ziel muss eine wohnbare Gemeinde mit gesunden Dörfern sein, die auch an einen funktionierenden ÖV angebunden sind. Wo orten Sie derzeit die grössten Herausforderungen in der bevölkerungsreichsten Gemeinde des Kantons? Man hört viel – darunter Nutzungsplan, Nutzungsplan und nochmals Nutzungsplan – und ja, ich gebe zu, das ist eine Herausforderung. Aber zuerst geht es darum, die Leute, die jetzt verdrossen sind, wieder abzu - holen, dass die Bevölkerung wieder Freude hat und sich engagiert. Und man muss Farbe bekennen – etwa bei der lintharena sgu. Eine weitere langfristige Herausforderung wird es sein, die betriebseigenen Kosten zu überdenken. Damit meine ich nicht die Bildung oder die Lehrer, wo vieles vom Kanton vorgegeben ist, doch ich bin dafür, das zu optimieren, was man optimieren kann. Derzeit ist es die grösste Sorge der Bürger, dass die Gemeinde überbordet. Deshalb muss dies transparenter werden, wir dürfen die Gemeinde offener führen. Ich denke, wir müssen das auf strate - gischer, betriebswirtschaftlicher, aber auch menschlicher Ebene lösen. Auch beim Strom und den Strompreisen würde ich mich einbringen und kommunizieren, was man kann. Hier hilft es, wenn man dann im Amt ist. Der Flugplatz Mollis soll öffentlich zugänglich bleiben und die Verträge, welche abgeschlossen wurden, würde ich mir gerne anschauen. Man muss das Konstrukt der Gemeinde über - arbeiten und in der Zukunft dafür sorgen, dass ihre Strukturen so or - ganisiert werden, dass es eine Macht - aufteilung gibt. Welches sind – aus Ihrer Sicht – die grössten Chancen von Glarus Nord? Chancen? Wir brauchen kein Wachstum zu definieren, wir werden von der demografischen Entwicklung so oder so eingeholt. Ich sehe die Möglichkeiten unter anderem für junge Familien und im Altersmanagement. Man könnte in diesem Bereich Neues entwickeln und expandieren – nicht Wohnungsbau, sondern gute neue Alterssiedlungen entwickeln, attraktiv für wohlhabende ältere Leute und junge Familien werden. Das gibt eine demografische Entwicklung, welche uns Chancen gibt und Arbeitsplätze in Dienstleistung und Gesundheit schafft. Denn wir sind attraktiv und dürfen froh sein, hier zu wohnen. Und wir brauchen nicht um jeden froh zu sein, der herkommen will, ein wenig Selbstsicherheit wäre sicher angebracht. Wir können unsere Lebensräume und damit die Lebensqualität erhalten, denn der Traum von der industriellen Arbeitsplätzen mit wenig Bildung ist ausgeträumt, der Zug abgefahren. Wir haben Wald, Natur, Landschaft, Berge – das ist die Chance. Wir schaffen günstigen Wohn- und Lebensraum für Jung und Alt. Was verbindet Sie mit Glarus Nord? Ich bin ein Biltner und bleibe es, so wie ein Molliser immer ein Molliser bleiben wird. Ich wohne seit 1976 hier – bin aber im Thurgau auf einem Bauernhof aufgewachsen, dies gab mir die Bodenständigkeit mit. Ich war in der Glarner FDP politisch tätig, war Gründer des Gewerbevereins und dessen Präsident. Ich bin von hier und finde es schön hier, deshalb setze ich mich ein. Ich werde – gewählt oder nicht – aktiv und kritisch bleiben. Denn wo man wohnt, setzt man sich ein. Ich möchte gerne derjenige sein, der die Lösungen bringt, und von da an eher ein Macher. Denn wir dürfen Freude an unserer Gemeinde haben und sollen die Leute aktivieren, dass sie mitmachen und wir gemeinsam die Entscheidungen fällen. Deshalb finde ich es so schön, in der Schweiz und in Bilten zu leben. ● FJ Zur Information: Vom Samstag, 13. Januar, bis Sonntag, 18. Februar 2018, ist Stefan Gasser abwesend. «Sportzentrum Kerenzerberg»: Zürich investiert 50 Mio. Franken Seit 1971 besitzt der Kanton Zürich mit dem Filzbacher «Sportzentrum Kerenzerberg» das drittgrösste polysportive Sport - zentrum der Schweiz. Das äusserst viel genutzte Zentrum wird in den nächsten Jahren für rund 50 Mio. Franken fit für die Zukunft gemacht. Dabei werden die Anlage instandgesetzt, eine zusätzliche Dreifachsporthalle sowie ein neuer Unterkunftstrakt mit zusätzlichen Betten realisiert. Visualisierung des Projektes «Silhouette», Sieger Projektwettbewerb. Seit 1971 schwitzten unzählige Zürcher Sportlerinnen und Sportler im «Sportzentrum Kerenzerberg». Das nach den nationalen Sportzentren Magglingen und Tenero drittgrösste Sportzentrum der Schweiz steht im Eigentum des Kantons Zürich und bildet im glarnerischen Filzbach eine sportliche «Zürcher Enklave». Der Zürcher Kantonalverband für Sport (ZKS) betreibt das Zentrum im Auftrag des Kantons und beherbergt jährlich 4000 Kurse mit insgesamt 30 000 Übernachtungen. Rund drei Viertel davon entfallen auf Sportlerinnen und Sportler von Zürcher Sportvereinen, kantonale J+S-Kurse, Zürcher Schulen oder übrige Nutzende wie beispielsweise die Kantonspolizei Zürich. In den letzten Jahren waren ein Drittel der Nutzenden des «Sportzentrums Kerenzerberg» unter 16 Jahre alt. Ausbau nötig Trotz laufend nachgeführten Unterhaltsarbeiten erfüllen die bestehenden Anlagen die gestellten Ansprüche nicht mehr. Vor allem besteht Bedarf Gemeinderatswahlen Glarus Nord: Kandidaten der glp Mit Pascal Vuichard und Christian Beglinger kandidieren zwei gut vernetzte und top motivierte Kandidaten für eine moderne und nachhaltige Gemeinde Glarus Nord. Pascal Vuichard, glp, Mollis. (Foto: zvg) nach mehr Hallenraum, zusätzlichen Theorieräumen und einer höheren Bettenkapazität. Nachdem der Regierungsrat die entsprechende Ausgabe für die Projektierung im Dezember 2016 bewilligt hatte, genehmigte er nun eine Ausgabe von insgesamt 50 Mio. Franken. Finanziert wird dieser Betrag nicht über Steuermittel, sondern über den aus Lotteriegeldern gespeisten Sportfonds des Kantons. Siegerprojekt wird realisiert Unter der Leitung des kantonalen Hochbauamtes wird das Projekt «Silhouette» der Burkard Meyer Architekten BSA AG aus Baden realisiert. Das Projekt, das als Sieger aus einem Wettbewerb hervorging, sieht einen Neubau einer Dreifachsporthalle mit integriertem Werkhof vor. Zudem wird das über 40-jährige Unterkunftsgebäude rückgebaut und durch einen neuen, grösseren Unterkunfts- und Schulungstrakt ersetzt, der über einen flachen Verbindungsbau an das bestehende Empfangs - gebäude anschliesst. Damit können die heutigen Kapazitätsengpässe bei Wahlforum 2018 Pascal Vuichard Steht ein für eine junge Generation die Verantwortung übernehmen möchte – losgelöst von irgend welchen Ideo - logien. Kompromisse suchen und Lösungen finden – das sind für mich die Hauptaufgaben der Politik. Mit gut gefülltem Rucksack durch meine Erfahrungen als Leiter von verschiedenen Organisationen, wie den Jungen Grünliberalen Schweiz oder der Jugendsession Glarus, kandidiere ich überzeugt für den Gemeinderat Glarus Nord. Ich bin es gewohnt, konkrete Ideen und Projekte rasch um zusetzen und nicht nur darüber zu reden. Beruflich bin ich als Projektleiter am Institut fur Wirtschaft und Ökologie am Puls der aktuellsten Forschung für eine nachhaltige Energiezukunft, ein wichtiges Thema auch für Glarus Nord. Chrisitan Beglinger Christian Beglinger aus Mollis, ist gelernter Meisterlandwirt und leidenschaftlicher Älpler. Mit seiner Familie betreibt er die Erlebniskäserei auf der Nüenalp. Zu seinen Schwerpunkten gehört der sanfte Tourismus. Ein Wirtschaftszweig mit Potential für Glarus Nord. (Foto: zvg) Sporthallen, Betten und Theorieräumen behoben und ein zeitgemässer Betrieb des Sportzentrums auch in Zukunft gewährleistet werden. Neue Dreifachsporthalle Bei der neuen Dreifachsporthalle wird die Chance genutzt, dieser einen Werkhof anzugliedern und darin bisher auf verschiedene Anlageteile verteilte Werkstätten zusammen - zufassen. Dies optimiert die Betriebsabläufe und erlaubt damit, die Preisgestaltung auch nach Fertigstellung des neuen Zentrums an der heutigen Tagespauschale von 60 Franken pro Übernachtung inklusive Vollpension und Anlagennutzung zu orientieren. Fit für die Zukunft Damit wird der für den Zürcher Sport wichtige «Kerenzerberg» fit für die Zukunft. Nach der Instandsetzung und Erweiterung steht mit der zu sätzlichen Dreifachsporthalle und den zusätzlichen Betten im neuen Unterkunftstrakt wieder ein Angebot zur Verfügung, das dem Bedarf der Zürcher Sportlerinnen und Sportler entspricht. ● pd. Weiter ist dem vierfachen Familienvater ein konstruktives Miteinander von Elternschaft, Gemeinde und Schule ein Anliegen. Anliegen, welche er auch im Gemeindeparlament vorangetrieben hat. Als Präsident des Alpwirtschaftlichen Vereins und Vorstandsmitglied des Glarner Bauernverbands ist Christian Beglinger mit den Fragen zur Landwirtschaft vertraut. Bereits jetzt setzt sich Christian Beglinger für ein verdichtetes Bauen und die Zukunft der Alpen ein. ● pd. Zuschauen kann tödlich sein! Lerne Rettungsschwimmen!

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