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52. Ausgabe 2020 (24. Dezember 2020)

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Donnerstag, 24. Dezember 2020 | Seite 8 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates Fortsetzung von Seite 6 Regierung lehnt Gegenvorschlag zur Prämienentlastungs-Initiative ab In seiner Vernehmlassung lehnt der Regierungsrat des Kantons Glarus die vorgeschlagene Änderung des Krankenversicherungsgesetzes als indirekten Gegenvorschlag zur Prämien - entlastungs-Initiative ab. Mit einem indirekten Gegenvorschlag möchte der Bundesrat den Kantonen Anreize zur Eindämmung des Kosten - anstiegs im Gesundheitswesen setzen. Der Glarner Regierungsrat lehnt die vorgeschlagene Änderung des Bundesgesetzes über die Kranken - versicherung (KVG) in der vorliegenden Form dezidiert ab. Der Vorschlag beruhe auf falschen Grundannahmen hinsichtlich der durchschnittlichen Prämienbelastung. Zusatzbelastung allein bei den Kantonen Im Vergleich zur eidgenössischen Volksinitiative «Maximal 10 Prozent des Einkommens für die Kranken - kassenprämien (Prämien-Entlastungs- Initiative)», die sowohl für den Bund als auch für die Kantone eine Mehrbelastung zur Folge hätte, soll die Zusatzbelastung beim indirekten Gegenvorschlag einseitig zulasten der Kantone gehen. Eingriff in die Kantonsautonomie Der Vorschlag des Bundesrates greift gemäss Regierungsrat in die Autonomie der Kantone ein, die individuelle Prämienverbilligung (IPV) zu regeln und auf die weiteren kantonalen sozialpolitischen Instrumente abzustimmen. Problem für strukturschwache Kantone Der Betrag, den der Kanton für die IPV einsetzen müsste, bemisst sich in der Vorlage nicht nur an den Gesundheitskosten, sondern auch an den verfügbaren Einkommen (Nettoeinkommen abzüglich Steuern). Das Problem daran: Je tiefer die verfügbaren Einkommen in einem Kanton sind, desto grösser wird der Betrag, den der Kanton für die IPV aufwenden muss. Der Regierungsrat hat die junge Modedesignerin Mara Danz aus - gewählt. Er will die junge Mode - designerin, die an der Schnittstelle von Mode und Textilgeschichte arbeitet, unterstützen und ihr mit dem Förderbeitrag die Gründung eines Labels und die Realisation der Kollektion 2021 ermöglichen. Aufgewachsen in Schwanden, erhielt Mara Danz während des Studiums in Modedesign an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel die Gelegenheit, als Junior Designerin beim renommierten Modelabel Maison Margiela in Paris tätig zu werden. Unter Creative Director John Galliano durfte sie zwischen 2017 und 2019 an sechs Kollektionen mitwirken. Dabei hat sie ihr kreatives Verständnis und die visuelle Wahrnehmung weiterentwickelt. Für die Abschlusskollektion (Diplom - arbeit) hat sie mit Textil fabrikanten in der Schweiz und Italien zusammengearbeitet. Einige ihrer Designs wurden von bekannten Stylisten entdeckt und fanden den Weg in euro - päische Kunst- und Modezeitschrif - ten. Seit März 2020 arbeitet Mara Danz in ihrem Atelier in Engi. Die breite Auseinandersetzung mit Print- und Drucktechniken und ihre internationale Arbeitserfahrung haben ihr die Kooperation mit der Mitloedi Textildruck AG eröffnet, wo sie Dessins aus deren Archiven mit neuen Farbkompositionen zeitgemäss interpretiert. Die neuen Stoffe möchte sie für ihre nächste Kollektion verwenden, die sie im Frühling 2021 präsentieren will. Die Kollektion soll ein breites Publikum ansprechen. Ihr Ziel ist es, ein eigenes Label aufzubauen und eine Kundschaft an - zusprechen, die Wert auf nachhaltige Produktion legt und sich auch mit moralischen Fragen der Textilindustrie wie dem Ressourcenverschleiss befasst. «Ich würde mich sehr freuen, mit meiner Kollektion der Glarner Textilgeschichte ein weiteres Kapitel hinzuzufügen», sagt Mara Danz und fügt hinzu: «Meine Kleider sollen Freude machen, in ihnen soll mutig gelebt werden». Dazu kommt eine Leistungsverein - barung über drei Jahre mit jährlichen Kosten von 130 000 Franken. Glarner Kammerchor, Hauptkonzert Der Glarner Kammerchor führt im März 2021 in der reformierten Kirche Netstal Werke von Biber und Bach auf. Das ursprünglich für 2020 geplante Konzert musste aber wegen der Coronavirus-Pandemie kurzfristig abgesagt werden. Es werden 10 000 Franken sowie eine Defizitgarantie von 2000 Franken gewährt. Kulturverein Glarus Süd, 98. Saison Für 14 unterschiedliche Anlässe in seiner 98. Saison werden dem Kulturverein Glarus Süd 20 000 Franken sowie eine Defizitgarantie von 4000 Franken gewährt. Kantonaler Kirchentag An die kulturellen Aktivitäten am ökumenischen Kirchentag vom Freitag, 11., bis Sonntag, 13. Juni 2021, wird ein Beitrag von 20 000 Franken gewährt. Betriebsbeitrag BSINTI Der Betrieb des Braunwalder Lesecafés sowie die unterschiedlichen kulturellen Veranstaltungen des Vereins BSINTI Kultur werden aufgrund der aktuellen Betriebseinschränkungen durch Coronavirus-Massnahmen anstelle einer Leistungsvereinbarung über zwei Jahre mit einem Beitrag von 20 000 Franken sowie einer Defizitgarantie in der Höhe von 15 000 Franken unterstützt. Leistungsvereinbarung Anna-Göldi-Museum Für den Betrieb des Anna-Göldi- Museums wird für die Jahre 2021– 2023 eine Leistungsvereinbarung genehmigt, die einen jährlichen Beitrag von 130 000 Franken umfasst. Jahrbuch Historischer Verein Das 350-seitige Jahrbuch des Histo - rischen Vereins, u. a. mit einer Transkription handschriftlicher Chroniken aus dem 19. Jahrhundert des Lehrers Balthasar Hauser aus Näfels, wird mit 15 000 Franken unterstützt. Publikation «Die Verfassungsrevolution von 1836» Die Publikation einer detaillierten Monografie von Alfonso Hophan über die Entstehung und Einführung der Glarner Kantonsverfassung von Kanton Glarus Departement Finanzen und Gesundheit Seit Dienstag, 22. Dezember 2020 Skigebiete geschlossen Der Kanton Glarus hat entschieden, die Skigebiete ab Dienstag, 22. Dezember 2020, einstweilen zu schliessen. Eine Überprüfung der Sachlage ist für Montag, 28. Dezember 2020, geplant. Die Glarner Skigebiete sind seit Dienstag, 22. Dezember 2020, geschlossen – am Montag, 28. Dezember 2020, wird die Lage neu beurteilt.. Skigebiete benötigen gemäss den bundesrätlichen Vorgaben ab Dienstag, 22. Dezember 2020, eine Betriebsbewilligung des Kantons. Voraussetzung dafür ist, dass die epidemiologische Lage im Kanton bzw. in der Region dies erlaubt und ausreichend Kapazitäten in den Spitälern, beim Contact Tracing sowie beim Testen sichergestellt sind. Darüber hinaus müssen die Betreiber von Skigebieten Schutzkonzepte vorlegen, welche die national einheitlichen Vorgaben zur Bekämpfung der Pandemie umsetzen. Die epidemiologische Lage im Kanton Glarus ist ernst. Die Ansteckungszahlen sind insbesondere in den letzten Wochen stark gestiegen und müssen gesenkt werden. Ein weiterer Anstieg würde die Gesundheitsversorgung in eine bedroh liche Lage versetzen. Der vorübergehende Verzicht auf Skifahren, Snowboarden und Schlitteln soll dazu beitragen, die Unfallzahlen Kanton Glarus Departement Finanzen und Gesundheit (Foto: © iStock) zu senken und so die Spitalinfrastruktur zu entlasten. Die Schliessung umfasst alle Skilifte und Sessellifte, Skipisten und Schlittelwege in den Skigebieten. Nicht von der Bewilligungspflicht erfasst sind Kleinskilifte mit niedriger Seilführung. Die Bergbahnen dürfen betrieben werden. Winterwandern, Schneeschuhlaufen usw. ist möglich. Der Kanton beurteilt die Lage aufgrund der bisherigen sowie der zu erwartenden Entwicklung fortlaufend und wird über die weiteren Massnahmen bzw. allfällige Lockerungen entscheiden. Einstweilen ist eine Überprüfung der Bewilligungsvoraussetzungen auf Montag, 28. Dezember 2020, mit einer allfälligen Öffnung ab Mittwoch, 30. Dezember 2020, geplant. Die Wintersportler sind auf gerufen, sich an die Vorgaben zu halten. Nur so kann die Skisaison bald wieder aufgenommen werden. ● Coronavirus-Pandemie Massnahme in Altersheimen Bewohnende von Alters- und Pflegeheimen, die ihre Angehörigen während der Festtage besuchen, müssen bei ihrer Rückkehr in Quarantäne. Drei Werke aus dem Portfolio der Modedesignerin Mara Danz. (Foto zvg) Kantonaler Förderbeitrag geht an die Künstlerin Mara Danz Der mit 25 000 Franken dotierte Förderbeitrag 2021 für Kulturschaffende geht an Mara Danz aus Schwanden. Der Regierungsrat unterstützt die junge Modedesignerin auf ihrem Weg zu einem eigenen Label und der Kollektion 2021. Um den Förderbeitrag 2021 bewarben sich acht Kulturschaffende. Beiträge aus dem Kulturfonds vergeben Für kulturelle Projekte und an Insti - tutionen werden Beiträge aus dem Kulturfonds vergeben. Auf Antrag der Glarner Kulturkommission hat der Regierungsrat Bei - träge zulasten des Kulturfonds im Gesamtumfang von 120 000 Franken und Defizitgarantien in der Höhe von insgesamt 31 000 Franken gewährt. 1836 wird mit 5000 Franken unterstützt. Kulturzentrum Holästei Für den Betrieb und die jährlich rund 70 Veranstaltungen werden dem Kulturzentrum Holästei in Glarus ein Beitrag in der Höhe von 30 000 Franken sowie eine Defizitgarantie in der Höhe von 10 000 Franken gewährt. ● Weitere Informationen unter www.gl.ch. Mitarbeitende und Besucher/-innen in Alters- und Pflegeheimen müssen ab sofort zwingend eine FFP2-Schutzmaske tragen. (Foto: © iStock) Das Departement Finanzen und Gesundheit verfügt zusätzliche Mass - nahmen zum Schutz aller Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- und Pflegeheimen. Bewohnerinnen und Bewohner, die zwischen Montag, 21. Dezember 2020, und Sonntag, 3. Januar 2021, Angehörige ausserhalb des Heims besuchen, müssen bei der Rückkehr für 10 Tage in Quarantäne gehen. Die Quarantäne kann vorzeitig auf - gehoben werden, falls ein PCR-Test nach dem 5.Tag seit der Rückkehr ein negatives Ergebnis zeigt. Der Test müsste dabei durch die Bewohnenden selber bezahlt werden. Mit dieser Massnahme soll verhindert werden, dass Bewohnerinnen und Bewohner, welche die Festtage bei ihren Angehörigen verbringen wollen, das Coronavirus unbeabsichtigt ins Heim bringen. Als weitere Sofortmassnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus müssen Mitarbeitende und Besucher/ -innen in Alters- und Pflegeheimen zwingend eine FFP2-Schutzmasketragen. Damit werden die Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit, das die Verwendung von Hygienemasken empfiehlt, verschärft. ●