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17. Ausgabe 2019 (25. April 2019)

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17. Ausgabe 2019 (25. April 2019)

17. Ausgabe 2019 (25. April

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr.17 Donnerstag, 25. April 2019 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 6 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 22–24 Aus dem Linthgebiet 27 Auflage 32 040 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Verhinderer Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Um den heissen Brei reden oder ein Ereignis ungeschönt kommentieren. Glarus Süd braucht dringend Zuwachs. Die Bewirtschaftung der Infrastruktur im weitläu figen Gemeindegebiet verschlingt riesige Summen. Und dies betrifft bei Weitem nicht nur die Beförderungsanlagen der Bahnen in Elm und Braunwald. Es gibt Strassen- und Leitungsunterhalt, Alpbetriebe und deren Zufahrtstrassen, in die Jahre gekommene öffentliche Bauten, die einer dringenden Sanierung bedürfen. Dazu kommen die Anteile an der sanierten ARA in Bilten und die Versorgung im Allgemeinen, und ... und ... und. Es fehlt an Steuerzahlern, die helfen, den Finanzhaushalt der Gemeinde zu stabilisieren. Dutzende von sanierungsbedürftigenWohnhäusern sind zum Verkauf angeboten, Dutzende von ehemaligen Produktionsbetrieben stehen ungenutzt, bröckeln vor sich hin, sind unansehnlich und marode. «Dead Valley»? Da sollten doch Unternehmer, die fertige Projekte bringen und diese aus eigener Kraft finanzieren können (!), willkommen sein. Wenn sie sich gar in der Gemeinde niederlassen, ihre Familien mitbringen und engagieren, sollte dies ein Grund zur Freude sein. Oder soll man besser sagen, ein Hoffnungsschimmer? Ein Hoffnungsschimmer für den Aufschwung, für sichere Arbeitsplätze und damit verbunden Zukunftsperspektiven für junge Familien. Denn gerade von diesen gibt es im Süden viel zu wenige. Sie wandern ab in Regionen, die ihnen mehr bieten können, als ihnen dies Glarus Süd in naher Zukunft bieten kann. Aber offensichtlich fehlt es den an Gemeindeversammlungen durch Abwesenheit glänzenden Mitbürgern an Informationen. Die Informationen, dass es beim Finanzhaushalt nicht zum Besten steht und eine Steuererhöhung bald unumgänglich sein wird. Die Neuansiedlung von mutigen und investitionskräftigen Firmen und Unternehmen ist ein Segen für die ganze Region. So sehen es die Optimisten und die Verantwortlichen im Gemeinderat. Anders sehen es diejenigen, welche gerade dies zu verhindern wissen. Im vorliegenden Fall der Wohnsiedlung «Leuggelbach» ist ein Rentner treibende Kraft. Er stellt sich gegen das Projekt das mit seinen Bewohnern Leben in das schön gelegene Dorf bringen würde. Über seine Beweggründe schweigt er sich aus. Ob es sein Ego ist oder eine akute Kurzsichtigkeit, will man gar nicht wissen. Ob er die Tragweite seines Handelns einschätzen kann? Sicher ist, dass er als Verhinderer in die Annalen eingehen wird. ● zim Soll alles so bleiben, wie es ist? Projekt Zurlinden, Leuggelbach Es ist, wie es ist (Foto: FJ) Derzeit wird in Glarus Süd ein gefährliches Spiel getrieben. 112 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger verhindern mit ihrer Unterschrift eine nötige Umzonung und setzen das Projekt der Baugenossenschaft Zurlinden in Leuggelbach aufs Spiel. Der FRIDOLIN hat sich umgehört. «Es war einmal ...» So begannen früher Märchen. Moderne Märchen beginnen so: «Kennen Sie Leuggelbach? Das kleine Dorf in der Gemeinde Glarus Süd hat viel vor. Zusammen mit der Zürcher Bau - genossenschaft Zurlinden wird sie das geschichtsträchtige Industrieareal zwischen Bahnlinie und Hauptstrasse zu neuem Leben erwecken. Dieser nachhaltige Wohnraum für Familien bringt Leben ins Grosstal. Das Projekt ‹Leuggelbach› ist bereits vom Bundesamt für Wohnungswesen an - erkannt. Der Baurechtsvertrag ist ebenfalls unterzeichnet; es kann losgehen.» Unverständlich Doch kurz vor der Zielgeraden droht das Märchen zu scheitern. Rolf Hefti, der von sich sagt: «Ich war die treibende Kraft hinter diesem Projekt», musste erschüttert erfahren, dass der Gemeinderatsbeschluss zur Umzonung mittels Unterschriftensammlung abgeschmettert wurde. Da kommt eine Zürcher Genossenschaft und evaluiert mit dem Gemeinderat von Glarus Süd verschiedene Stand - orte für ein zukunftsweisendes Bauprojekt. Sie ist schliesslich bereit, in Leuggelbach zu bauen – eine Kindertagesstätte, Lofts, 19 Einfamilien - häuser. Und dies, obwohl Leuggelbach für fast alle Zürcher ein weisser Fleck auf der Landkarte ist. Für Glarus Süd wäre das Projekt ein Segen. Wohnen und Arbeiten an einem Ort, Gewerbebetriebe, die sich ansiedeln. Die Guillotine Jetzt verlangen 112 Stimmberechtigte der Gemeinde, dass die Umzonung, welche es für die Realisierung dieses Vor habens braucht, vor die Gemeinde - versammlung gehöre. Sie nehmen keine Stellung und wissen nicht, was sie anrichten. Denn das Signal, das von dieser anonymen Aktion ausgeht, wirkt abstossend: Nicht nur auf die Investoren in Leuggelbach, sondern auf alle, die im Süden Projekte haben. Die Vermutung drängt sich auf, dass es nicht um die Umzonung geht, sondern darum, der Gemeinde und damit den Projektverantwortlichen «zleid z’werche». Denn für das Projekt ist nicht die nächste Gemeindeversammlung die Guillotine, sondern der Stichtag 1. Mai 2019. Von da an sind im Kanton keine Umzonungen mehr möglich, solange kein vom Bund genehmigter Richtplan da ist – und daran wird auf Kantonsebene noch heftig gearbeitet. Gefährliches Spiel Damit liegt das zukunftsweisende Projekt – wie Rolf Hefti, der Motor des Projektes sagt – «im Sterben». Man hatte – wie Gemeindepräsident Mathias Vögeli noch vor Kurzem feststellte – «den Sechser im Lotto für Glarus Süd. Bei der öffentlichen Auflage im Januar 2019 ging keine einzige Einsprache ein.» Doch die Fahnen, die für das Projekt warben, sind abgenommen und die Personen, welche die Unterschriften sammelten und übergaben, scheinen zu hoffen, dass jetzt irgendetwas für sie besser wird. Aber «für die nächste Ge - meindeversammlung ist die Um - zonung kein Thema», so Vögeli. «Wir müssen sicher warten, bis der kan - tonale Richtplan genehmigt ist. Es ist sehr fraglich, wie hoch das Interesse der BG Zurlinden am Projekt in Leuggelbach dann noch ist.» Fazite 112 Personen – also etwa 1 Prozent der Bevölkerung – treiben mit ihren Unterschriften ein gefährliches Spiel. Ein Grossteil davon dürfte nicht aus Leuggelbach sein. 112 Personen: Das sind gerade 34 mehr, als im Jahr 2018 aus Glarus Süd abgegangen, also gestorben oder weggezogen sind. «Schade», findet das die Passantin vor dem Coop Schwanden. «Ich hoffe, dass die erwachen, bevor das hier ein Freilichtmuseum ist.» Gerade wurde das Baugesuch für ein grosses Projekt auf einem Industrieareal in Diesbach publiziert. Mathias Vögeli sagt: «Ich setze mich mit Herzblut für Glarus Süd ein. Wir wollen hier Leben reinbringen, guten Wohnraum schaffen, gute Arbeitsplätze erhalten und neue schaffen. Ein Wachstum von 2 Prozent, das liegt mir am Herzen.» ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 27. April 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 28. April 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 27./28. April Dr.med. Josef Frei/ Dr.med. Bettina Schröder-Frei Huobstrasse 7, Pfäffikon SZ Telefon 055 42019 19 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 27./28. April Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 20 20 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. JUBILÄUMSMODELLE Mit Kundenvorteil bis CHF 3550.– 1,25% Leasing

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