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07. Ausgabe 2019 (14.02.2019)

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07. Ausgabe 2019

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 7 Donnerstag, 14. Februar 2019 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Aus dem Regierungsrat 4 Aus dem Landrat 6 Amtsblatt Aus dem Linthgebiet 16–20 30 Küchen? Industrie West 3 8756 Mitlödi Tel. 055 644 45 50 schreinerei-abart.ch Auflage 32 040 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Alles mit einbeziehen Ob in Kunst oder Wissenschaft – lange Zeit liessen sich die Genies ihre kreativen Ideen und bahn - brechenden Werke im abgeschiedenen Studierzimmer einfallen. Nach diesem Verständnis der Wissenschaft sollten sich die Forscher möglichst an einen ungestörten Ort zurückziehen, um dann «allein im stillen Kämmerlein» die Forschung weiterzutreiben. Dieses Bild wird heute noch ab und zu verbreitet. Noch hört man zuweilen von Wissenschaftlern, welche nächtelang allein in ihren Labors arbeiten, und von einzelnen grossen Erfindern, die in ihrer Werkstatt Bahnbrechendes entwickelt haben. Doch für die meisten Tätigkeiten und die meisten Wissenschaftsgebiete sieht das Bild heute anders aus: Sie sind inzwischen so komplex geworden, dass es Teams von mehreren Spezialisten braucht, um das grosse Ganze im Griff zu behalten. Zwar ist die neue Technik in fast allen Bereichen des Lebens einfach und intuitiv zu bedienen – sie kann oft durch eine einzelne Person ohne grosses technisches Know-how angewendet werden. Ob beim Vermessen eines Raums mit Laser, beim Überwachen mittels Sendern und Drohnen oder einfach beim Fahren eines Autos mit Abstandswarnung und Spurhalteassistent – ein Einzelner genügt. Aber um Technik, intelligente Automaten und Roboter zu entwickeln, welche den Menschen helfen und sie unterstützen können, braucht es starke Teams, denen neben den Fachspezialisten, welche sie dereinst anwenden sollen, auch Techniker, Ergonomen und Informatiker angehören. Also werden – sowohl in den Unternehmen wie an den Hochschulen – Projektteams zusammengestellt, in denen das Wissen an die anderen weitergegeben wird und wo man gemeinsam an den gestellten Aufgaben arbeitet, Gruppen bildet und miteinander am selben Strick zieht. Dabei geht es nicht mehr darum, möglichst alles Störende draussen zu behalten, sondern alle Fähigkeiten und Ideen mit einzubeziehen, was auch die Unterschiede zwischen den einzelnen Teammitgliedern abbaut. Der Erfolg hängt dann auch nicht so sehr von den guten Fähigkeiten der Teammitglieder ab, sondern davon, ob die Aufgabe einen Sinn hat, ob sich alle aufeinander verlassen können, ob es klare Ziele und Strukturen gibt und ob alle sich diese Ziele zu einem persönlichen Anliegen machen. Doch am wichtigsten bleibt die psychologische Sicherheit – dass also alle sich trauen, kritische Fragen anzusprechen, und sicher sein können, dass sie mit ein bezogen werden. ● FJ Sie arbeiten am Code: (von links) Kantonsschüler Kenny Rhyner, Riedern; Jasihen Balachandran, Netstal, Auszubildender Eternit (Schweiz) AG, sowie die Kantonsschüler Dean Vermee, Glarus, und Emre Eryilmaz, Näfels. (Foto: FJ) Ausbildung in Beruf und Schule Glarnerland – Technikland Bis vor wenigen Jahren war sie praktisch unbekannt: die Zusammenarbeit von Berufslernenden und Kantonsschülern. Heute dagegen entwickeln gemischte Teams von 16- bis 19-Jährigen einen Roboter. Der FRIDOLIN schaute nach, wie das geht. Es braucht schon einen Anlass, wenn sich Wirtschaftskapitäne der Glarner Handelskammer an einem Dienstagabend im Keller der Kantonsschule Glarus ein Stelldichein geben. Offenbar interessieren sie sich für eine Technik, in der die Potenziale für die Zukunft der Schweiz schlummern. Es ist deshalb wohl auch kein Zufall, dass sowohl die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaft (ZHAW) in Winterthur wie auch die Hochschule für Technik in Rapperswil und die NTB Interstaatliche Hochschule für Technik in Buchs an neuen Projekten in Robotik und Automation arbeiten – vom Polizeiroboter über den Unkrautbehandlungsroboter bis zum intelligenten Aussenskelett für einen Menschen. Schule und Lehre Da passt es gut ins Bild, dass junge Glarnerinnen und Glarner, die sich für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik begeistern, in einem bunt zusammengewürfelten Team aus Berufslernenden und Kantonsschülern einen Roboter für den grössten amerikanischen Roboterwettbewerb entwickeln. In Konkurrenz mit 3600 Teams aus 91000 Jugendlichen bauen sie einen Roboter, der Platten von Raketen und Containern löst und diese anschliessend mit Bällen befüllt. Gerade mal sechs Wochen haben sie Zeit dafür, dann wird der Roboter nach Amerika gesendet, wo ihr Roboter sich in einem viertägigen Wettkampf mit den anderen messen soll. Von Kantischüler Florian Wiederkehr, vom Team von «6417 Fridolins Robotik», erfuhren die Unternehmensführer, wie der Wettbewerb abläuft und wie das Team die neue Aufgabe angegangen ist. Informatik und Technik Beim Bau des Roboters entscheidet das Zusammenspiel von Informatik und Technik. «Nachdem wir alle Ideen gesammelt hatten, ging es darum, eine schlaue Idee zu entwickeln.» Zurzeit arbeiten die Greifer-, die Fahrwerkund die Softwaregruppe Lösungen aus, welche dann zusammengebaut werden. «Da die Aufgabe jener vom letzten Jahr ähnelt, bauen wir unseren bereits gebauten Roboter um», sagt Tim Kölbl, Auszubildender im 3. Lehrjahr bei Netstal-Maschinen AG. Doch anstatt einer Kette bewegen jetzt Drahtrollen die Greifer und auch das Modul für das Fahrwerk wurde verbessert. «Das Chassis ist bereits fertig, die Elektronik noch nicht ganz», sagt Florian Wiederkehr. «Aber schon bald soll die Software am Roboter getestet werden.» Deshalb schrauben und verdrahten die einen mit Hochdruck, während die Informatikbegeisterten am Code für die Steuerung schreiben. In diesen sechs Wochen arbeiten sie dazu – neben ihrer gewohnten Arbeit im Betrieb oder in der Schule – von 17.00 bis 22.00 Uhr und am Samstag am Roboter. Natürlich wäre es schön, wenn das Team in Amerika unter die Besten kommt. Doch viel wichtiger sind die Fähigkeiten, welche beim Projekt selber erlernt werden. In der Poleposition Denn damit erarbeiten sich die 16- bis 19-jährigen Glarnerinnen und Glarner die Grundlagen, um an Hochschulen und Fachhochschulen in die Poleposition zu kommen. Sie entwickeln Entdeckergeist, lernen, innovativ zu sein und mit Technik die Welt zu beeinflussen – und dies im Team, wo alle ihre Fertigkeiten einbringen. Natürlich sind die Berufslernenden im Vorsprung, wo es um Einbau und Verkabelung der Elektronik oder das Zeichnen und Zuschneiden von Roboterteilen geht. Dafür bringen die Gymnasiasten ihr Know-how aus der Informatik ein – zusammen lernen sie, wie man ein solch grosses Projekt managen kann. Wie sehr sich gute Bildung und auch Weiterbildung lohnen, zeigen Zahlen aus dem Bundesamt für Statistik: Von den 32 000 Schweizern, welche 2016 einen höheren Berufs - abschluss machten, stiegen bei über der Hälfte bereits innerhalb eines Jahres der Lohn respektive die Karriere - chancen. Entscheidend für dieses Schweizer Erfolgsmodell ist die Verbindung von Theorie und Praxis. Wer mit eigenen Augen sieht, wie das im neuen Projekt von «6417 Fridolins Robotik» umgesetztwird, istgespannt auf die späteren beruflichen Karrieren der Glarner Roboter-Tüftler. ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 16. Februar 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 17. Februar 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 16./17. Februar Dr.med. Felix Beano Glarnerstrasse 32, Siebnen Telefon 055 440 1010 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 16./17. Februar Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 20 20 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr.

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