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10. Ausgabe 2019 (7. März 2019)

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10. Ausgabe 2019 (7. März

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr.10 Donnerstag, 7. März 2019 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 6+8 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 20–24 Aus dem Linthgebiet 37 Auflage 32 040 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Zur Fasnacht Ein Trauerspiel: Zehn Jahre schon tagt die Dachorganisation der kleinsten Hauptstadt von der Schweiz – Glarus Service sucht noch für Touristen Reiz. Manchen im Vorstand plagt die Gicht – der Präsi verliest den Jahresbericht. Im Städtchen ist’s schon allen klar, dass kaum ein Samstag golden war. Und auch der doppelte 1. August war finanziell mehr Frust denn Lust. Zum Glück hat man schon mal den Claim, «einzigartig vielseitig» will man sein. Doch wie man diese Wörter fülle, dazu herrscht geistig Windesstille. «Wir könnten», fängt da einer an, doch dann verstummt der gute Mann. Sechs alte Herren schwitzen sehr, ein Glarus-Konzept, das soll her. Der Hirnschmalz fängt gleich an zu dampfen: Zum Glück gibt’s erst mal was zu mampfen. «Wir brauchen Know-how», sagt ein Mann, «ich rufe gleich Fränk Baumann an. Wenn ich dem seine Nummer wähle, empfiehlt er uns Podest und Stele.» Gesagt, getan! Man fasst Beschluss – allein das Volk hasst diesen Stuss. Kaum ist das Podium visualisiert, versenkt man es ganz ungeniert. «Doch wie», fragt man sich immerhin, «füllt man den Werbespruch mit Sinn?» «Das ist nicht einfach. Doch warum schreiben wir nicht gleich den Slogan um?» Schon bald – so endet die Geschichte – erscheint die Stadt in neuem Lichte. Das neue Motto klingt ganz toll: «Inhaltleer bedeutungsvoll.» ● FJ Die «Spätzünderclique Ennenda» löst am Näfelser Umzug die Glarner Verkehrsprobleme: Mit der Mondrakete kann man ohne Parkplatz landen. (Foto: FJ) Neuer Bahnhof eingeweiht Seldwyla Mitte «Glarus – wir haben ein Problem!» Was man damals von Apollo 13 zur Erde funkte, ist in der kleinsten Kantonshauptstadt der Schweiz das Motto auf dem Fasnachtswagen der «Spätzünderclique Ennenda» aus Anlass von 50 Jahren Mondlandung. Der FRIDOLIN macht sich im kleinsten Städtchen hinter dem Mond auf die Spurensuche nach dem Problem. Oder sollte man besser sagen: auf Messingplattensuche? Seldwyla Mitte ist ein wonniges Städtchen, irgendwo in der Schweiz. Es steckt noch im gleichen karierten Schachbrett wie vor 150 Jahren und ist also immer noch das gleiche Nest. Dass die Gründer dieses Seldwyla Mitte eine gute halbe Stunde von der Autobahn hinpflanzten, zeigt, dass nichts daraus werden soll. Aber schön ist es gelegen, mitten in den grauen Bergen. Nur ist sein sonderbares Schicksal, dass die Gemeinde reich ist und die Bürgerschaft arm – und zwar so arm, dass niemand weiss, wovon sie eigentlich leben. Die Briefkasten - firmen allein jedenfalls können es nicht sein. Jammertal oder Dreckloch? Weil den Leuten von Seldwyla Mitte zum Aufbegehren aber der Mut fehlt, entdecken sie für sich das Lachen über die selbstgewählte Obrigkeit und deren Schlaumeiereien. Davon jedenfalls zeugen die Parkverbote und Bügel, mit denen die Spätzünder ihren Stadtvätern Feuer unter dem Hintern machen wollen. Etwas anderes ist in einer Stadt, die von 12.00 bis 14.00 Uhr mittags «wegen zu» geschlossen ist, auch gar nicht mehr möglich. Das Velo lässt man ganztags stehen, weil es ja jetzt am Bügel sicher angebunden ist. Man fährt mit dem Familienwagen – oder mit dem Fasnachts - wagen – und rammt die Pöller aus purem Protest gegen das Parkregime. Zu Fuss legt man sich auf den glatt polierten Messingplatten auf die Schnauze, denn etwas Slapstick ge - hört immer dazu. Genauso wie das eine oder andere Skandälchen im Tälchen. Denn kaum haben sich die Seldwyler eine Regierung gewählt, sind sie am nächsten Tag in der Opposition gegen dieselbe und zerren auch gerne verkorkste Brückendeals und unbewilligte Drecklöcher ans helle politische Tageslicht ihres schönen Ortes, als müsse man die schmutzige Wäsche zuerst aufhängen und erst später waschen. Rettungsengel rudern zurück Und weil es so arg ist, mit gefüllten Gemeindekassen leben zu müssen, erfindet man sich eingebildete Verkehrs- und Tourismusprobleme und ruft dafür nach Rettungsengeln. Die Ideen dieser Engel sind dann – wie nicht anders zu erwarten – «genial daneben». Auf den breiten Strassen soll man mit 30 km/h rollen, damit man die Velos und Kinderwagen schön langsam über die Kantonsstrasse schieben kann. Die Fussgängerstreifen schafft man ab und baut dafür eine Rednertribüne auf, welche Touristen das «Landsgemeindegefühl» geben soll. Man lässt Architekten schöne Velobrücken projektieren, ohne vorher mit dem Bebauungsplan festzulegen, wo die Velofahrer denn arbeiten und wohnen sollen, und man plant flächendeckend Unterflur-Müllcontainer, die man dann aber mit den schon beschafften Müllwagen nicht mehr ansteuern kann. Wie rasch ist rasch? Die neueste Geschichte aber, die sich unsere Seldwyler leisteten, ist die mit dem einsturzgefährdeten Kamin. Seit Jahren marode hielt man sich mit der Reparatur des Industriedenkmals vornehm zurück. So lange, bis ein paar Steine herunterfielen. Da war dann sofort Feuer im Dach – und man beratschlagte von November bis Februar, was zu tun sei. Mit etwas Zement oder Sprengstoff wäre das Übel in zwei Tagen aus der Welt gewesen. Aber die Seldwyler schafften es, wegen der potenziellen Gefährdung der Verkehrsteilnehmer die wichtige Ver bindungsstrasse zwischen zwei Quartieren mehr als ein Vierteljahr lang zu sperren, um dann der neuen Eigen tümerin ein paar Zehntausendernoten rüberzuschieben. Passiert ist sonst nichts, aber die Parteien sind sich einig: Die Strasse soll rasch wieder befahren werden. In einer so lustigen Stadt kommt es tagtäglich zu allerhand seltsamen Geschichten, die doch nur in Seldwyla Mitte vor sich gehen können. Des halb muss es auf dem Fasnachtswagen heissen: «Glarus, wir hatten ein Problem!» Aber wir haben es gelöst – mit frischem Gelächter. ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 9. März 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 10. März 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 9./10. März Dr.med. Karl Georg Schmidt Kantonsstrasse 102, Freienbach SZ Telefon 055 410 38 32 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 9./10. März Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Buchholz Buchholzstrasse 48, Glarus Telefon 055 640 26 40 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. Grosse Küchenausstellung Ziegelbrückstrasse 48

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