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12. Ausgabe 2020 (19. März 2020)

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12. Ausgabe 2020 (19. März

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr.12 Donnerstag, 19. März 2020 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 8 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt und der Fridolin+ App Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 16 –19 Aus dem Linthgebiet 37 Auflage 32 069 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Das Ganze kommt vor dem Teil Das Mögliche ist ungeheuer. Wer hätte vor drei Wochen die Notlage voraussehen können, in welche die Schweiz und das Glarnerland derzeit geraten. Ein unbekanntes Virus – das von einigen Unvorsichtigen aus dem abgeriegelten Wuhan auf die Flughäfen und von dort in die ganze Welt getragen wurde – hat gewaltige Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft. Die Schulen sind geschlossen, die Gesundheitsversorger werden überrannt, viele Unternehmen sind wirtschaftlich bedroht. Das Virus zwingt alle, auf soziale Distanz zu gehen. Vieles, was zutiefst menschlich ist, Um - armungen, Küsse, ja selbst das traditionelle Händeschütteln, wird plötzlich gefährlich, weil diese körperliche Nähe zur Infektion führt. Kein Wunder, geschieht dies rasend schnell. Wir Menschen suchen die Nähe zueinander. Wir zeigen unsere Nächstenliebe, indem wir uns be - rühren. Umso wichtiger sind deshalb die Solidarität einerseits und die Selbstverantwortung andererseits. Wer Abstand hält, ist nicht etwa ein unhöflicher, ja asozialer Eigenbrötler, sondern zutiefst sozial. Denn er schützt nicht nur sich vor der Infektion, er zwingt sich – obwohl er gerne bei den Anderen wäre –, Distanz zu halten und damit die Anderen zu schützen. Es ist plötzlich ein Zeichen von Zu - neigung, sich vorausschauend zu verhalten. Es ist ein Zeichen von Vernunft, bei Fieber und Husten zu Hause zu bleiben. Es ist ein Zeichen von Solidarität, an die Anderen zu denken und nicht nach draussen zu gehen, wenn man über 65 Jahre alt ist oder zu den besonders gefährdeten Personengruppen gehört. Es ist ein Zeichen von Herzlichkeit, an all die Hygienemassnahmen zu denken und Grüsse zu erfinden, bei denen es nicht zu einer gefährlichen Be - rührung und einer Schmierinfektion kommen kann. All das führt zu Verunsicherung: Wer sich mit Winken, mit den Ellbogen oder den Füssen grüsst, empfindet das als seltsam und neu. Es braucht Überwindung, das bekannte Fahrwasser zu ver - lassen. Aber es kann und soll auch ein gutes Gefühl geben: das Gefühl, sich verantwortungsvoll zu verhalten und mit allen solidarisch zu sein. Tatsächlich geht es ums Ganze und darum, dieses Ganze zu erhalten. Im Vertrauen darauf, dass wir alle auch ohne die bekannten Gesten der Zuneigung und ohne körperliche Berührung und Umarmung ein wichtiges Teil dieses Ganzen bleiben. Darin liegt eine gewaltige Kraft – die Kraft, mitmenschlich zu sein. ● FJ Daniela Nibbia (links) und Karin Hinder kaufen im Volg Näfels für jene ein, die zur Risikogruppe gehören. Für das Statement von Karin Hinder Fridolin+ App downloaden und Bild scannen. Das Glarnerland Solidarisch und sicher (Foto: FJ) Die Lage rund um die Coronavirus-Epidemie und damit die Massnahmen und Verordnungen ändern derzeit von Tag zu Tag. Doch wer hilft wem und was ist sinnvoll? Der FRIDOLIN veröffentlicht auf seiner Homepage www.fridolin.ch die Nachrichten zur Corona-Krise laufend und stellt hier eine Übersicht zusammen, wo alle, die derzeit zu Hause bleiben müssen, sich helfen lassen können. Es war ein spontanes Zeichen von Solidarität: Karin Hinder machte einen Nachbarschaftshilfe-Aufruf in den Sozialen Medien für Glarus Nord und fand kurz darauf mit Daniela Nibbia und Daniele Giardina weitere Mitstreiter für den ganzen Kanton. Bei ihnen können alle, die zur Risikogruppe des Coronavirus gehören, Einkäufe oder sonstige Er - ledigungen machen lassen – unbürokratisch. Schnell sammelte sich in den Sozialen Medien eine ganze Gruppe von jungen Freiwilligen, die bereit ist, diese Aufgaben zu übernehmen. Der FRIDOLIN vermittelt die Kontakte dazu jetzt auch analog an alle im Kanton Glarus. Bestellen kann man diese Leistung entweder per E-Mail: besorgung@bluewin.ch oder telefonisch von Montag bis Freitag, 09.00 bis 17.00 Uhr, unter 076 297 97 66. Auch die Volg-Läden kennen den Heimlieferservice. In Näfels hat ihn Bruno Weber an die momentane Lage angepasst. So kann man sich von Volg sowie von vielen Detailhändlern und Supermärkten telefonisch die Produkte liefern lassen. Die Hotline für das Glarnerland kommt Doch was, wenn es um andere Hilfe geht? Am Dienstag, 17. März, wurde die kantonale Führungsorganisation (KFO) eingesetzt, welche unter Leitung von Regierungsrat Dr. Rolf Widmer die Massnahmen des Kantons in dieser Notlage koordiniert. Ab Montag, 23. März, betreibt die KFO unter 055 646 20 60 eine Hotline. Bis Montag bei Verdacht auf Coronavirus den Hausarzt anrufen. Derzeit wird durch den Kanton eine Corona-Hausarztpraxis aufgebaut, wo Testabstriche angeboten werden. Sie ist ab Montag über die Hotline zu erreichen. Damit will man – so Rolf Widmer – die medizinische Grundversorgung vor dem Kollaps schützen. Denn wenn die Hausärzte und die Spitäler, wie man dies an vielen Orten sieht, überrannt werden, so ist die Versorgung gefährdet. Umso wichtiger ist es, dass Personen über 65Jahre und alle anderen, welche etwa durch eine Erkrankung geschwächt sind, selber die nötige Verantwortung für sich übernehmen, zu Hause bleiben und alle Menschenansammlungen meiden. Es gilt: Abstand halten, Hände waschen und nur zum Arzt oder ins Spital gehen, wenn man sich vorher telefonisch angemeldet hat. Derzeit sind im Kanton Glarus 15 Personen an Corona erkrankt – zum Glück niemand davon lebensgefährlich. Mit den derzeit von Bund, Kanton und Gemeinden vorgesehenen Massnahmen – Schulschliessungen, Ladenschliessungen, Veranstaltungsverbot sowie mit den Sicherheitsmassnahmen, wie sie unter www.gl.ch/coronavirus beschrieben sind, kann die Ausbreitung des Virus verlangsamt werden. Wenn das gelingt, so können die Grund - versorger ihre Leistungen für die Bevölkerung weiter erbringen. Netzwerk, das trägt Eine weitere wichtige Säule aber ist die Solidarität – zwischen den Generationen und unter den gut vernetzten Organisationen selbst. Wer nachhaltig helfen möchte, kann sich am besten verwirklichen, wenn er oder sie bei Angeboten aus dem bestehenden Glarner Netzwerk mitmacht. Man kann sich zum Beispiel bei KISS Kanton Glarus melden (Monika Waldvogel, Telefon 079 603 20 50, E-Mail: info@kiss-glarus. ch) – wo nachhaltige Nachbarschaftshilfe für die Genossenschafterinnen und Genossenschafter aufgebaut wird. Ältere Menschen, welche aufgrund von einschränkenden Mass - nahmen Probleme mit dem Einkauf von Lebensmitteln, Getränken oder Medikamenten haben, können sich auch an die Geschäftsstelle von PRO SENECTUTE GLARUS (Telefon 055 645 60 20) wenden. Eine zentrale Rolle im Ganzen spielt die neue Fachstelle Koordination Gesundheit. Die Pflegefachfrauen können Informationen und Auskünfte zu den Angeboten im Bereich Gesundheit geben, be raten, Bedürfnisse klären und die adäquate Unterstützung durch die passenden Leistungserbringer vermitteln. Sie erreicht man unter Telefon 055 646 60 50 oder per E-Mail an koordination.gesundheit@gl.ch. ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 Zahnarzt Samstag, 21. März 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 22. März 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 21./22. März Dr. med. Julia Kolodjaschna Roseneggweg 10, Ziegelbrücke Telefon 055 61740 30 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 21./22. März Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. Auto Unfall- und Pannendienst Region Glarnerland Telefon 0848 801870 Freitag, 20. März, 16.00 Uhr, bis Freitag, 27. März, 16.00 Uhr Auto Nart AG, Ennenda ABC-INSEKT.CH Schädlingsbekämpfung Insektenschutz nach Mass Homeservice Dienstleistungen Entsorgungen 055 440 33 77 im Notfall sind wir 24 h für Sie da.