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43. Ausgabe 2019 (24. Oktober 2019)-2

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43. Ausgabe 2019 (24. Oktober

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 43 Donnerstag, 24. Oktober 2019 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 6 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 21–24 Aus dem Linthgebiet 36 Auflage 32 069 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Mut zum Neuen Sie ist reformiert, sie ist unabhängig und sie war bereits über 50, als sie als Auswärtige in einem katholisch geprägten Familienunternehmen das Ruder an die Hand nahm. In zehn Jahren gab sie nochmals richtig Gas und hatte Erfolg – in einer Branche, wo alle anderen nur über sinkende Umsätze klagen. Sie ist eine Leis - tungslohnvertreterin, für verletzten Stolz und Besitzstandwahrung hat sie kaum etwas übrig. Wenn jemand 30 Jahre lang am selben Ort ge - arbeitet hat, ist das für sie noch kein Leistungsausweis. Dafür ist sie bereit, jedem und jeder eine Chance zu geben – unabhängig vom Alter – und wenn er oder sie sich einsetzt, so wird das belohnt. Dass der eine oder die andere sie dabei enttäuschten, was soll’s, das gehört dazu. Dafür aber ziehen jene, die mit dabei sind, mit ihr am selben Strick. All das soll nur beweisen: Die Welt besteht aus mehr als aus Statistiken. Durchstarten ist keine Frage des Alters, es ist eine Frage des Willens. Es ist fast so, als würden dann die Kräfte mit dem entgegenkommenden Widerstand wachsen. Wer schon einmal geflogen ist, weiss, dass man immer gegen den Wind startet, weil man sonst auf die Nase fliegt. Ein steifer Gegenwind dagegen hilft beim Aufsteigen, und wenn die Götter dann mit der Thermik noch Aufwinde entstehen lassen, kommt das Fluggerät in eine Aufwärts - spirale und gleitet von Erfolg zu Erfolg. Natürlich gilt auch das Umgekehrte: Wenn tückische Fallwinde und falsche Entscheidungen zu - sammenkommen, geht es rasch bergab. Daraus lassen sich zwei Schlussfolgerungen ziehen: Es braucht einerseits Geschäftsführerinnen und Unternehmensleitungen, welche Bewerberinnen und Bewerbern eine Chance geben. Auch wenn sie auf dem Papier nicht die Form mitbringen, die in der Stellenbewerbung als wünschbar aufgezeichnet ist. Es braucht andererseits auch den Mut zum Neuen, die Bereitschaft – im Rahmen der eigenen Möglichkeiten –, umzusatteln und dabei vielleicht sogar die eine oder andere Lohneinbusse in Kauf zu nehmen. Wer anfängt, in Besitzstandskategorien zu denken, der oder die kann nur verlieren. Diese Person ist vielleicht einmal hoch geflogen, doch die Winde drücken sie mit jeder Minute gnadenlos abwärts. Wer es aber wie die Bergdohle macht und sich mutig in die neue Aufgabe stürzt, der erwischt vielleicht gerade einen guten Aufwind und steigt – selbst im gesetzten Alter – noch auf zu un - erwarteten Höhen. ● FJ Die beiden weit nach Bern blickenden Ständeräte Mathias Zopfi (35) und Thomas Hefti (60) – bestürmt von Journalist(inn)en. Aussichtsreiches Glarnerland Das neue Alter (Foto: FJ) Es sind «geschenkte Jahre» in der neuen Lebensphase zwischen dem Ende der Erwerbsphase und dem Alter, wo man gebrechlich wird. Doch wie soll die Gesellschaft mit der wachsenden Zahl an 60- und 70-Jährigen umgehen, die sich noch jung fühlen, aber auf das Abstellgleis gestellt werden? Das vergangene Polit-Wochenende spricht Bände. «Glarnerland macht weitsichtig», heisst es auf dem Transparent im Rathaus. Davor die beiden Ständeräte, welche den Kanton für die kommenden vier Jahre in Bern vertreten werden, Thomas Hefti und Mathias Zopfi. Das Glarnerland schickt also einen mit Erfahrung und einen Jungen nach Bern. Vor dem Rathaus veranstaltet die Klimabewegung eine jubelnde Demo mit drei Leiterwagen; drei Journalisten umringen den neugewählten Grünen, einer spricht mit dem wiedergewählten FDP-Mann. Das Bild ist symptomatisch für den Wahlkampf und vielleicht sogar für die Gesellschaft – das Interesse ist bei den Jungen, bei den Neuigkeiten. Schon im Wahlkampf wurde mit dem Alter argumentiert im Sinne von: «Alte raus, Junge nach vorne!» Für den FRIDOLIN Grund genug, einmal die Frage nach dem Wert des Alters zu stellen. In der Politik und in der Gesellschaft. Aufschlussreich Im einem Interview mit dem FRIDOLIN Anfang des Jahres gab Werner Hösli (58), der am letzten Sonntag knapp nicht mehr wieder - gewählte Ständerat, auf die Frage, wie er sich im Bundeshaus als Privatperson zurechtgefunden habe, die aufschluss reiche Antwort: «Persönlich ist es für mich ein Job wie jeder andere auch. Man muss bereit sein, sich in Neues hineinzudenken. Danach gibt es erfolgreiche und weniger erfolgreiche Tage. Aber letztlich ist es eine Aufgabe, die man nach bestem Wissen und Gewissen wahrzunehmen versucht.» Aus diesen Worten spricht der lebenserfahrene Mensch, der weiss, was er bewirken kann und wo seine Grenzen sind, und er legt seinen Finger auf einen entscheidenden Punkt: Es ist nicht die Jugend oder das Alter allein, die den Ausschlag geben, wenn es darum geht, Dynamik zu schaffen, sondern die Bereitschaft, sich Neuem zu öffnen. Das neue Alter ist also ein dynamisches Alter. Es bewegt sich zwischen dem 50-Jährigen, der sich auf dem Arbeits markt in einer neuen Aufgabe be weisen muss, und dem 87-Jährigen, der im hohen Alter noch Vitalität ausstrahlt. Ausschlusskriterium? Trotzdem werden erfahrene Inge - nieure, Facharbeiter/-innen oder Finanz fachleute von «professionellen» Personalabteilungen aufgrund ihres Alters automatisch ausgesondert, obwohl man solche Fachleute zugleich händeringend sucht. Dasselbe gilt – mit der Altersguillotine – auch in der jüngeren Glarner Politik. Im Parlament in Bern sind die Babys stets dabei, und wie weit der Trend gehen könnte, zeigt sich am Beispiel Finnland. Dort ist das Durchschnittsalter 28 Jahre, der Präsident ist 56. Dabei steckt doch in der Erfahrung das Potenzial, das man nutzen könnte. Gerade wer einen illustren Lebensweg gegangen ist, hat sich in verschiedenen Aufgaben bewiesen und etwas von der Welt gesehen. Und unabhängig davon, ob das Rentenalter erhöht wird: Es wäre an der Zeit, zu akzeptieren, dass jene, die wollen, weiter - arbeiten dürfen, um sich nützlich zu fühlen. Alterspolitik, die den Namen verdient Zwar ist das Glarnerland im internationalen Vergleich bei der Versorgung und Pflege gut aufgestellt, aber wenn es um Alterspolitik und um das aktive Mitgestalten der Älteren geht, gibt es Nachholbedarf. Die Frage muss lauten: Wie können Jüngere und Ältere in ihrem Quartier zusammenleben? Wie kommt die Gesellschaft von der starken Abwertung des Alters hin zu mehr Wertschätzung und vor allem zur besseren Nutzung der Ressourcen, welche die wachsende Zahl der neuen Alten ihr zu bieten hat? Denn erstens wird man mit wachsendem Alter glücklicher, zweitens ist man dann von den Zwängen des Erwerbslebens befreit, hat also Zeit für die Gesellschaft, und drittens unterstützen selbst Menschen im hohen Alter noch ihre Familien. Gerade wird allenthalben von Klimawahlen und Frauenwahlen gesprochen. Wie wäre es, wenn man das Heil einmal nicht in einer Gruppe oder einem Thema suchte, sondern im Miteinander – auch in jenem der Generationen? ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 26. Oktober 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 27. Oktober 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 26./27. Oktober Dr.med. Dagmar Pillunat Jägerweg 22, Rapperswil-Jona Telefon 055 210 2171 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 26./27. Oktober Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 20 20 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. Der neue KIA XCeed ab CHF 23’950.–

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