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48. Ausgabe 2019 (28. November 2019)

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Donnerstag, 28. November 2019 | Seite 12 Gemeindeversammlung Glarus Süd Entflochten und ermöglicht 470 anwesende Stimmberechtigte von Glarus Süd stimmen nach ausführlichen Diskussionen Budget und Finanzplanung und der Entflechtung der Nutzungsplanungsrevision zu und übernehmen diskussionslos die anderen Anträge im Sinne des Gemeinderates. Parteiversammlung BDP, Sektion Glarus Zur Gemeindeversammlung An der Parteiversammlung der BDP stellten Sektionspräsident Jürg Künzli und GPK-Präsident Hans Schubiger die Traktanden der Gemeindesversammlung von 29. September vor. Einigkeit bestand bei der Anpassung der Gemeindeordnung. Jedoch soll die Finanzkompetenz des Gemeinderates beim Verkauf und Kauf von Grundstücken auf 500 000 Franken festgelegt werden. Für den Konzes - sionsvertrag zwischen den Technischen Betrieben Glarus und der Gemeinde Glarus wurde Stimmfreigabe beschlossen. Zu Diskussionen führten die Abgabe von einem Rappen pro Kilowattstunde und die Bildung eines Fonds sowie die Tatsache, dass noch kein Reglement über die Verwendung der Gelder vorhanden ist. Die BDP steht hinter dem Abbruch der Gebäude der alten Kaserne Glarus. Doch fragt sie sich: Weshalb klärte der Gemeinderat nicht im Vorfeld abschliessend, was ein allfälliges Schutzinteresse (ISOS) betreffend Abbruch der Gebäude bedeutet? Den Traktanden 5 bis 8 und dem Steuerfuss von 63 Prozent stimmt die BDP zu. Rege Diskussionen entstanden bei der Beratung des Budgets 2020. Seit der Gründung der Gemeinde stieg der Personalaufwand von 23,4 Millionen auf 27,3 Millionen Franken, bei gleichbleibendem Konsumentenpreisindex. Auch «Honorare externer Berater» schlagen zu Buche. Weiter fragt sich die BDP, weshalb für die neue Kunsteisbahn schon wieder Investitionen getätigt werden müssen und ob das nicht Kreditüberschrei - tungen sind. ● Jürg Künzli, Netstal Grüne Glarus zur Gemeindeversammlung Alle Geschäfte befürwortet Die Grünen der Gemeinde Glarus empfehlen sämtliche Geschäfte der Herbstgemeindeversammlung am 29. November zur Annahme. Dies gilt auch für Budget und Steuerfuss. 470 Stimmberechtigte sorgten für eine würdige Teilnehmerzahl an der Gemeindeversammlung von Glarus Süd. (Fotos: wie) Nutzungsplan-Revision entflechten Der Gemeindeversammlungs-Antrag der Bauerngruppe Glarus Süd auf eine Entflechtung der Revision des Nutzungsplanes und die Teilrevision der Führte souverän durch die Geschäfte: Gemeindepräsident Mathias Vögeli. 20 Jahre Conet GmbH (Fast) alles virtuell Am Samstag, 23. November, konnte Fridli Jacober am kürzlich bezogenen neuen Firmenstandort im Fennen in Niederurnen gemeinsam mit zahlreichen Gästen das 20-jährige Jubiläum seiner Conet GmbH feiern. Ortsplanung von Schwanden lockten am Freitag, 22. November, erwartungsgemäss die meisten Redner ans Mikrofon. Während Jacques Hefti, Luchsingen; Thomas Elmer, Elm; Vreni Hürlimann, Schwanden, und Reto Glarner für die von der Bauerngruppe Glarus Süd beantragte Entflechtung eintreten, unterstützen Karl Stadler, Schwändi; Christian Marti sowie Richard Grand, Schwanden, die Interessen von Naturschutzverbänden und Grünen, nicht auf den Antrag einzutreten. Sie unterliegen letztlich dem klaren Votum der Versammlung, den Nutzungsplan zu entflechten. Gebäudehöhe ermöglicht Nach der Teilrevision der Ortsplanung Schwanden ist im Erlen eine Gebäudehöhe von 18 m möglich. Die Umzonung des ehemaligen Therma- Bürogebäudes in die «Mischzone Industrie-Areal» – insbesondere die damit mögliche Erhöhung des Gebäudes von maximal 13,5 auf 18 m – gaben ebenfalls zu reden. Letztlich folgte die Versammlung deutlich dem Antrag des Gemeinderates – unterstützt durch ein prägnantes Votum von Fritz Schiesser, Haslen, und von Kurt Reifler aus Schwanden und bekämpft durch Wortmeldungen von Peter Hiernickel, Stefan Büche sowie Priska Joos – und zonte die Parzelle 1920 in die «Mischzone Industrie-Areal» um. Alle anderen Anträge durchgewinkt Auf keinen Widerstand stiessen trotz absehbar enger werdender Finanzlage das vorgelegte Budget 2020, die Finanzplanung bis 2024, die Investitionsrechnung und der Steuerfuss von 63 Prozent. Das Quellwasserpumpwerk Briestloch in Braunwald wurde ebenso wortmeldungsfrei genehmigt wie die Werkleitungssanierung Zusingerstrasse, die Statutenänderung des Abwasserverbandes und eine Fotovoltaik-Anlage über der ARA Bilten sowie die Turnhallen-Sanierung Schwanden. ● wie Organisation und Verwaltung der unverzichtbaren Einsatzkräfte. Jetzt auch mobil Dann kam ein verwandtes und gleichzeitig vielversprechendes Geschäftsfeld dazu: die Simulation virtueller Realität. Was sich wie von einer anderen Welt anhört, hat einen sehr realen Hintergrund: Ausbildung und Training von Feuerwehr-Einsatzkräften aller Stufen in herausfordernden Einsatzsituationen. Damit diese Demonstration virtueller Realität für Feuerwehren aus der ganzen Schweiz möglichst aufwandfrei angeboten werden kann, präsentiert Fridli Jacober seine Dienstleistung in einem raffiniert umgebauten Linienbus in der ganzen Schweiz direkt vor Ort. Zahlreiche Jubiläumsgäste Neben Angestellten, Nachbarn, Freunden und Geschäfts - partnern, die in der «mobilen Festwirtschaft» mit Köstlichkeiten vom Grill verwöhnt wurden, besuchte auch Kaspar Becker, Vorsteher Departement Bau und Umwelt, den Jubiläumsanlass der Conet GmbH und liess sich für einen Augenblick in die spannende Welt virtueller Feuerwehr-Einsätze entführen. ● wie Begrüsst wird, dass die Konzessionsabgabe der Technischen Betriebe an die Gemeinde künftig zur Speisung eines Energiefonds verwendet werden soll. Auf diese Weise werden Investitionen in gemeindeeigene Liegenschaften zwecks Verminderung des CO 2 -Ausstosses sichergestellt. Die Gemeinde trägt so ihrer Vorbildfunktion Rechnung. Zugleich tut sie etwas zur Senkung ihres Energieverbrauchs, was sich längerfristig positiv auf ihre Liegenschaftskosten auswirken wird. Eine Erhöhung des Strom - preises ist mit der Vorlage nicht verbunden. Dies wäre selbst dann nicht der Fall, wenn auf die beantragte Senkung der maximalen Abgabehöhe um 0,1 Rappen pro kWh verzichtet würde. Ausdrücklich stimmen die Grünen auch dem Kredit für die Installierung einer Fotovoltaik-Anlage über den Becken der ARA Glarnerland zu. Voraussichtlich kann auch diese Investition in erneuerbare Energie ohne Abgabeerhöhung erfolgen, was bedeutet, dass die von der Gemeinde an den Verband zu entrichtende Gebühr unverändert bleibt. ● pd. FDP Glarus beantragt an Gemeindeversammlung Streichung Energiefonds An ihrer Parteiversammlung behandelte die FDP Glarus die Geschäfte der Herbstgemeindeversammlung. Ausser der Finanzkompetenz des Gemeinderats beim Verkauf von Liegenschaften sowie den Änderungen der Werkordnung folgt die FDP den Anträgen der Gemeinde. Rund 20 Mitglieder der FDP Glarus diskutierten am Mittwoch, 20. November, in der Taverna Thessaloniki die Geschäfte der Herbstgemeindeversammlung. Zu Beginn würdigte Präsident Roland Goethe die langjährige Tätigkeit Mathias Auers für die Öffentlichkeit, dieser gab kürzlich sein Mandat als Landrat ab. Auers Nachfolger Hans Jenny wünschte Goethe Befriedigung im neuen Amt. Bei den Änderungen in der Gemeindeordnung gab die Finanzkompetenz des Gemeinderats bei Immobilien zu reden. Drei Stimmbürger stellten den Antrag, dass Geschäfte ab 500 000 Franken vor die Gemeindeversammlung kommen müssen. Der Gemeinderat erarbeitete dazu einen Gegenvorschlag, welcher Beträge von 500 000 Franken bis zu einer Million dem fakultativen Referendum unterstellen will. Im Kanton kommen Geschäfte ab 600 000 Franken in den Landrat, im Vergleich fand die Versammlung die Kompetenz für den Gemeinderat zu hoch. Sie empfiehlt den Antrag um Reduktion auf 500 000 Franken. In der Werkordnung will die Gemeinde eine Konzessionsabgabe von maximal einem Rappen pro Kilowattstunde, welche einen Energiefonds speisen soll. Diese Mittel soll die Gemeinde zur Reduktion ihres CO 2 -Ausstosses investieren. In der Detailberatung fand die Versammlung die Abgabe vor allem für die Industrie in der Gemeinde als zu hoch. Und auch die Schaffung eines neuen «Kässelis» wurde kritisiert. Deshalb beantragt die FDP eine Kürzung der Konzessionsabgabe auf 0,5 Rappen pro Kilowattstunde sowie die Streichung des Energiefonds. Bei den weiteren Geschäften der Herbst - gemeindeversammlung folgt die FDP Glarus einstimmig den Anträgen des Gemeinderates. ● pd. Regierungsrat Kaspar Becker und Vermieter Urs Seliner lassen sich von Firmeninhaber Fridli Jacober in einen virtuellen Feuerwehr-Ersteinsatz entführen. (Fotos: wie) Die Conet GmbH hat sich im Laufe ihrer Geschichte immer wieder neu erfunden. War sie am früheren Standort an der Oberrütelistrasse in Mollis anfangs hauptsächlich mit Web-Applikationen, klassischen Hardware- und Software-Entwicklungen sowie Hosting-Aufgaben beschäftigt, wandelte sich das Hauptgeschäft im Laufe der Jahre zum Entwickler und Anbieter von Browser-basierter Verwaltungs-Software für Feuerwehren. Sie ist in verschiedenen Gemeinden und Kantonen sowie im Fürstentum Liechtenstein seit Jahren im Einsatz und erleichtert die Virtuell und mobil. Im raffiniert umgebauten Linienbus können anspruchsvolle Feuerwehr-Ersteinsätze realitätsnah trainiert werden. Glarner Gewerbeverband Gegen Vaterschaftsurlaub Die Mitglieder des Glarner Gewerbeverbandes sprechen sich in einer internen Online-Umfrage mit 85 Prozent deutlich gegen die Einführung des Vaterschaftsurlaubes in der Schweiz aus. Gegen dessen Einführung läuft bis Ende Januar 2020 ein Referendum. Als Hauptargument werden drohende höhere Sozialkosten ins Feld geführt. ● eing.

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