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48. Ausgabe 2019 (28. November 2019)

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Donnerstag, 28. November 2019 | Seite 40 Kreiskommando des Kantons Glarus «As geet um ew!» «Si törfed dr Chittel jetz ä widr abzieh!» Mit diesen Worten gewährte Kreiskommandant Major Walter Rhyner den Soldaten am Freitag, 22. November, im Brauereigasthof Adler Schwanden bei der militärischen Entlassungsfeier nach dem Melden die Tenüerleichterung und läutete für 74 Soldaten und Unteroffiziere und für einen Offizier die letzte Stunde in Feldgrau ein. Es war eine Stunde der Emotionen und der Überraschungen. So wurde der gut 24-jährige Christian Mary von Ennenda nach 300 Diensttagen bereits wieder aus der Armee entlassen, und der 30-jährige Michael Vögeli zeigte einen Rückblick über seine Dienstzeit, die ihn – als Piranha-Fahrer – durch die halbe Schweiz führte. Zusammenhalt Landammann Dr. Andrea Bettiga – er war mit seiner Gattin Annemarie bei der Feier – erinnerte an den 30. Jahrestag vom Fall der Berliner Mauer. Jene Mauer, hinter der – für ihn und für alle Wehrmänner seiner Generation – der Feind lauerte. In sechs Volksabstimmungen, so Bettiga, habe sich das Schweizer Volk für das Weiterbestehen der Armee ausgesprochen. Bettiga verwies auf den Zusammenhalt, den die Armee für die Schweiz schafft. «Arbeitsloser, Akademiker und Büezer treffen sich in derselben Kompanie.» Er verwies auf die Abhängigkeit der Schweiz von Strom, Gas, Informationstechnologie und Öl, auf die Flucht vor der modernen Welt in die Religion. Der Feind, so Bettiga, sei heute überall und der Wert der Sicherheit, den die Armee gewährleiste, sei unschätzbar. Er dankte den Soldaten und Offizieren für die persönliche Verantwortung, die sie für unser Land übernahmen, und ermunterte sie, dies als Staatsbürger im Milizsystem weiter zu tun. Wehrtagebuch Nach dem Marsch «Zwei Tränen» verabschiedete Frau Brigadier Germaine J. F. Seewer die Angehörigen der Armee. In ihrer Rede ging es um das Leben im Militär – von der Vorbereitung auf den Dienst über die fünflibergrossen Blasen an den Füssen bis zur Wachübung am Flugplatz Mollis. «As geet um ew!» (Es geht um euch), erinnerte sie. «Ihr habt alle ein Buch geschrieben, mit dem Titel ‹Ich und die Schweizer Armee›, ihr habt gelacht und geflucht und habt alle darin ein Kapitel geschrieben, auch wenn es euch gar nicht bewusst ist. Danke, dass ihr es bis zum Schluss gemacht habt.» Bevor dann die Angehörigen der Armee ihr Sackmesser als Geschenk erhielten und vom Landammann sowie von Landratspräsident Dr. Peter Rothlin und von Frau Brigadier Germaine Seewer mit Handschlag verabschiedet wurden, ehrte Kreiskommandant Rhyner mit Maya Ziegler die ehemalige Geschäftsführerin von Fridolin Druck und Medien, sie wiederum würdigte Major Walter Rhyner «als Persönlichkeit und als Kommunikationsprofi». Danach wurden die Uniformen zurückgefasst und es ging ins Zivil und ins weitere Leben. ● FJ Major Walter Rhyner meldet: «Zur Entlassung bereit!» (Fotos: FJ) Aus Dankbarkeit: Maya Ziegler wird vom Kreiskommando geehrt. «Fünflibergrosse Blasen!» hatte Brigadier Seewer an den Füssen … Brigadier Seewer, Landratspräsident Rothlin und Landammann Bettiga beim Handschlag zum Abschied. … da fühlen die verabschiedeten Soldaten mit. Der letzte Akt: «Adieu, Uniform!»

Donnerstag, 28. November 2019 | Seite 41 Volleyball NLB Glaronia revanchiert sich Bei Saisonbeginn hatten die Glarner Volleyballerinnen gegen Züri Unterland noch eine bittere Niederlage hinnehmen müssen. Inzwischen lief es den Zürcherinnen nicht mehr gut und eine Niederlage folgte auf die andere. Trainerin Ilic, die über grosse Erfahrung verfügt, auch aus der Champions League mit Voléro Zürich, weiss derzeit kein Rezept. Francesca Nicoli (5) und Lea Portmann (7) harmonieren gut am Block. (Foto: Peter Aebli) Die Glarnerinnen begannen ohne die verletzte Juniorin Daphne Zwanenburg, dafür wieder mit Alina Hofacher, die eine gute Partie zeigte. Sie legten gleich mit viel Druck los, wobei Lea Portmann die entscheidenden Punkte buchte. Dass es so rundlief, war auch Passeuse Nora Sacher zu verdanken; sie lancierte Bojana Marjanovic mit kurzen Bällen erfolgreich – Züri Unterland fand kein Rezept dagegen. Erst im dritten Satz fanden die Einheimischen ins Spiel. Sie profitierten von einer massiven Schwäche in der Glarner Annahme, legten gleich mit 4:0 Punkten vor und hatten auch kurz vor Satzende noch die Nase vorn. Es brauchte einen schönen Angriff von Bojana Marjanovic und ein Ser - viceass von Nora Sacher, damit Glaronia dann doch noch den 3:0-Sieg ins Trockene bringen konnte. Es geht weiter im Kampf um einen Playoffplatz: Gegen Giubiasco möchte Glaronia den Vorrundensieg wiederholen, doch inzwischen haben die Tessinerinnen weitere ausländische Verstärkungen geholt. ● Peter Aebli Volleyball NLB Frauen Qualifikation: VBC Glaronia – G&B Scuola Volley Giubiasco: Samstag, 30. November, 16.00 Uhr, Kantonsschule Glarus. Kulturverein Glarus Süd 60 Tage Alaska Der Kulturverein Glarus Süd lud kürzlich in den Hänggiturm im Mühleareal Schwanden zur Begegnung mit den Ausdauersportlern Manuel Meier und Lukas Mathis ein. 1200 km zu Fuss, 700 km mit dem Boot: Ein Sommer in Alaska. (Foto: me) Sie nützten den kurzen arktischen Sommer in Alaska, um unberührte Landschaften zu durchwandern und im Boot zu bewältigen. Sie waren während beinahe sechzig Tagen in der Brooks- Gebirgskette unterwegs. Sie erzählten erfrischend kurzweilig über ihre besondere Leistung und gewährten Einblicke in ihre Tagebücher. Fairbanks war Ausgangspunkt. Mit genau berechneten Materialmengen liess man sich in die Nähe der Grenze zu Kanada absetzen. Dann ging es los – über Schneefelder, in die man zuweilen hüfttief versank, durch reissende Flüsse, über federnde Tundraböden, zuweilen bei garstigen Witterungsbedingungen. Man wurde tropfnass, spürte Hunger, hatte mit Verdauungsproblemen zu kämpfen, mühte sich mit Verletzungen ab, traf Grizzlybären und Karibus, fischte Lachse, musste sich mit Mückenschwärmen abmühen. In den wenigen, zuweilen von lediglich 20 Inuit bewohnten Dörfern war man willkommen. Was in dieser Zeitspanne – bis zur Ankunft in Kotzebue – zu bewältigen war, konnte man sich ansatzweise vorstellen. Die beiden 25-Jährigen zollten der Natur spürbar Respekt. Die letzten siebenhundert Kilometer legten sie in einem aufblasbaren Ruderboot zurück. Die Gäste im Hänggiturm wurden auf eine Reise mitgenommen, die Anteilnahme und Fragen weckte. Das präsentierte, zuweilen kommentierte Filmmaterial gestattete ein intensives Begleiten. ● me Wir bringen Ihr Angebot zu den Leuten! FRIDOLIN Anzeigenverkauf · Hauptstrasse 2 · 8762 Schwanden 055 647 47 47 · fridolin@fridolin.ch · www.fridolin.ch

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