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49. Ausgabe 2019 (5. Dezember 2019)

Donnerstag,

Donnerstag, 5. Dezember 2019 | Seite 16 AXPO Winterstrom und Photovoltaik Solarstrom vom Muttsee Am Donnerstag, 28. November, lud AXPO die Medien zur Konferenz ein, am 29. November reichte der Stromproduzent bei der Gemeinde Glarus Süd das Baugesuch ein. Warum die AXPO in alpinen Solaranlagen Potenzial sieht und weshalb dieses Leuchtturmprojekt in Glarus Süd realisiert wird. Christoph Sutter von der AXPO präsentiert das Pionierprojekt «PV Muttsee». Gerade ist die Materialseilbahn zum Muttsee zurückgebaut worden und das Grossprojekt Linthal 2015 abgeschlossen, da legt AXPO nach – mit der grössten alpinen Solaranlage der Schweiz. Sie soll mit rund 6000 Photovoltaik-Modulen jährlich 2,7 Gigawattstunden Strom produzieren, das ist so viel wie 600 durchschnittliche Vierpersonenhaushalte verbrauchen. Doch die Module werden nicht auf 1,5 Fussballfelder verteilt, wie das ihre Fläche vermuten lässt. Nein, sie sollen – wenn alles glattläuft – im kommenden Sommer an der ein Kilometer langen Muttsee-Staumauer montiert werden, denn die Mauer – und das ist der Clou – ist nach Süden exponiert und wird sommers wie winters intensiv besonnt. Warum alpiner Solarstrom? Zwar ist es ungefähr 1,5- bis 2-mal so teuer, im Hochgebirge auf 2500 m ü.M. Solaranlagen zu installieren. Schliesslich müssen die Module mit (Foto: FJ) dem Helikopter hinauftransportiert werden. Doch dafür liefern alpine Solaranlagen den Strom dann, wenn er gebraucht wird. In nächster Zeit geht das Kernkraftwerk Mühleberg vom Netz; Atom- und Kohlekraftwerke in Deutschland sollen abgeschaltet werden. Schon jetzt aber muss die Schweiz im Winterhalbjahr Strom importieren – am Tag der Medienkonferenz waren es um 08.00 Uhr morgens schon 1637 Megawatt. Denn im Flachland liegen die Solaranlagen auf den Hausdächern unter einer Nebeldecke. Nicht so im Gebiet Muttsee. Dort scheint die Wintersonne auch dann, wenn unten dichter Nebel liegt. Ja, mehr noch: Durch den Schnee wird das Sonnenlicht reflektiert und trifft noch intensiver auf die Staumauer. Zudem steigert sich, so Christoph Sutter, Leiter Division Neue Energien, durch sinkende Umgebungs - temperaturen die Leistungsfähigkeit von Solarzellen. Der Ertrag beträgt also – im Vergleich zum Flachland – 150 Prozent, und das Beste: Dieser Strom fällt zur Hälfte im Winter an, füllt also das Winterloch auf und macht die Schweiz unabhängiger von Strom importen. Die Finanzierung Rund 5,5 Millionen Franken will AXPO beim Muttsee in den Zubau von Solarkraft investieren, davon erhält sie vom Bund rund 600 000 Franken Einmalvergütung. Für jene Inves - titionen, die nicht amortisierbar sind, wird sich die AXPO beim Bundesamt für Energie (BFE) für Unterstützung eines Leuchtturmprojektes bewerben. Gleichzeitig will sie mit umweltbewussten Unternehmen Stromkaufvereinbarungen (PPAs) treffen, wo sie den Glarner Solarstrom zu Ansätzen verkauft, die über dem Marktniveau liegen. Andy Heiz, Stv. CEO und Leiter Produktion und Netze AXPO, hält es für «sehr wahrscheinlich», dass dieses Projekt 2020 realisierbar ist. Laut einer Studie der ETH Lausanne könnten mit Alpinsolar bei vollem Ausbau 12 Terawattstunden (TWh) pro Jahr produziert werden, das wären etwa 20 Prozent der 63 TWh Strom, welche die Schweiz derzeit jährlich verbraucht. Allerdings müsste dazu das Finanzierungsmodell für PV-Anlagen verändert werden. Anstelle von Einmalvergütungen für Kleinanlagen auf Hausdächern könnte es zum Beispiel ein Auktionssystem wie in Frankreich geben, wo – je nach Typus von Anlage – die Vergütung an jenen Ersteller geht, welcher für seinen Typus Anlage (z.B. alpine Solaranlage an Staumauer) die tiefsten Produktionspreise für Solarstrom nachweisen kann. Die systematische Umsetzung dieser Idee braucht also eine Anpassung der politischen Rahmenbedingungen. Doch wenn es klappt, so wird der AXPO-Leuchtturm bereits nächsten Herbst in Glarus Süd stehen. Dort, wo er an der Staumauer dezent, aber stetig nachhaltig, CO 2 -neutralen Strom produzieren kann. ● FJ VISIT Glarnerland Fette #Ideenjagd An der Glarner Messe sammelte VISIT Glarnerland mit einer Mitmach-Aktion bis am 3. November rund 200 Ideen. VISIT gibt die drei Gewinner-Ideen bekannt und bedankt sich bei allen für ihren kreativen Einsatz an der #Ideenjagd. Ihre Ideen sollen umgesetzt werden: (von links) Susanne Müller, Peter Schnyder, Nadja Slongo. (Foto: zvg) Susanne Müller aus Linthal hatte einen «Indoorspielplatz in einer alten Fabrikhalle als Schlechtwetterprogramm mit Verpflegung und als Treffpunkt für Familien» vorgeschlagen und gewinnt dafür mit 138 Likes den 1. Platz und damit eine Übernachtung im Märchenhotel Braunwald für zwei Erwachsene und zwei Kinder. Peter Schnyder, Netstal, schrieb: «Mehr bewirtete Glarner Alpen wären schön. Die vielen Wanderer hätten an solchen kleinen Besenbeizen sicherlich Freude.» Er kommt mit 99 Likes auf den 2. Platz und kann sich über ein Frischschoggi-Jahresabo von Läderach chocolatier suisse freuen. Der dritte Platz geht an Nadja Slongo aus Glarus mit 90 Likes. Sie schlägt einen «Foxtrail oder Detektivtrail in Glarus oder über den ganzen Kanton verteilt» vor und gewinnt eine Übernachtung in der Glarner Wildnis mit GetOutdoor für 3 Personen. #Ideenjagd im Rückblick Die #Ideenjagd war eine Gelegenheit für Einheimische, die künftige Entwicklung des touristischen Glarnerlands zu beeinflussen. Beim öffentlichen Voting entschied die Community anhand der Anzahl Likes, welche drei neuen Tourismus- und Freizeit-Initiativen konkret umgesetzt werden sollen. VISIT wird laufend über den Fortschritt der weiteren Entwicklung informieren. ● eing. VISIT Glarnerland, visit@glarnerland.ch, 055 610 21 21, www.glarnerland.ch

FAHRZEUGMARKT Donnerstag, 5. Dezember 2019 | Seite 17 Chlaushock des Vereins Glarner Rollstuhltaxi Sicherheit erstes Gebot Am traditionellen Chlaushock des Glarner Rollstuhltaxi machte Präsident Heini Knöpfel bekannt, dass er auf die nächste Hauptversammlung aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten muss. Das Sicherheitsgeschenk für alle Chauffeure: eine multifunktionale Taschenlampe. (Foto: Paul Aebli) Jährlich werden alle ehrenamtlich Tätigen zum gemütlichen Chlaushock in den «Bären» Netstal eingeladen. Dort dankte der Präsident allen Mitarbeitern des Glarner Rollstuhltaxi. Grossen Dank richtete er auch an Ruth Rotary Club Glarus Kleine Geschenke, grosser Effekt Egli, welche wiederum zum feinen Essen einlud. Das Glarner Rollstuhltaxi war auch 2019 effizient und erfolgreich unterwegs. Ein Unfall, der glücklicherweise keine schlimmen Folgen hatte, zeigte auf, wie wichtig die Sicherheitsvorkehrungen für das Rollstuhltaxi sind. Neu ist für die Chauffeure, dass das Rollstuhltaxi in Zukunft keine Transporte mehr machen darf, wenn die Person im Rollstuhl aus medizinischen Gründen nicht mit Gurt gesichert werden kann. Denn die Chauffeure sind für die Sicherheit beim Transport verantwortlich. Kann diese nicht gewährleistet werden, muss der Transport auf andere Weise organisiert werden. Heini Knöpfel ist erst seit zwei Jahren im Amt. Gesundheitliche Gründe zwingen ihn, sofort etwas kürzerzutreten. Auf die nächste Hauptversammlung erklärte er seinen Rücktritt. Glücklicherweise ist eine geeignete Nachfolge gesichert, sodass das Glarner Rollstuhltaxi mit Zuversicht das neue Jahr in Angriff nehmen kann. Bisher waren die Taxis im Fridlihuus stationiert. Weil das Fridlihuus die Parkplätze selber benötigt, zog das Glarner Rollstuhltaxi nach Netstal um. Der Präsident konnte auch in diesem Jahr erfreuliche Spenden verdanken. Heini Knöpfel wünschte allen Taxi-Chauffeuren gesegnete Weihnachten und gutes neues Jahr, ein Jahr ohne Unfälle und ohne gesundheitliche Schwierigkeiten. Gesucht werden freiwillige Chauffeure. Bitte bei Präsident Heini Knöpfel, Niederurnen, unter Telefon 055 614 50 04 melden. Das Glarner Rollstuhltaxi ist unter Telefon 079 629 66 65 mobil erreichbar. ● Paul Aebli Bebié Fabrikladen – das Wollparadies Schenken macht Freude … Schweizer Autoverwertung sucht laufend Unfall- und Gebrauchtfahrzeuge aller Art! schnell - unkompliziert - fair Tel. 055 464 30 45 Kaufe alle Autos und Busse für Export. Tel. 079 216 79 81 • Tel. 076 329 82 86 Auch Toyota-Busse mit Kasten, Fenster oder Brücke. Kilometer und Zustand egal, auch Unfall. Mo – So, 07.00 – 22.00 Uhr, immer erreichbar. Fahrzeugreparaturen Schnell - unkompliziert - kompetent - preiswert Autoverwertung Zimmermann GmbH 8864 Reichenburg Tel. 055 464 30 44 Badezimmer-Umbau F. Hösli, 8762 Schwanden Telefon 055 64410 06 www.f-hoesli-ag.ch Am Samstag und Sonntag, 7. und 8. Dezember, verkauft der Rotary Club Glarus Glarner Nuss - torten, Glarner Honig-Leckerli, Birnbrote und Bruchschoggi, die er bei der Glarner Feingebäck AG in Engi selbst hergestellt hat. Auch Glarner Alp-Raclette-Käse, Punsch und Café sind erhältlich. Der Gewinn kommt dem Projekt «skilldream» zugute. «skilldream» möchte in Laos das in der Schweiz erfolgreiche, duale Ausbildungskonzept für Gastronomie und Hotels realisieren. Das gesammelte Geld wird für den Aufbau von Schulen und Ausbildungszentren, für den Aufbau der Lehrgänge und zur Förderung der Lehrbetriebe verwendet. Als Premiere an der traditionellen Verkaufsaktion der Glarner Rotarier steht 2019 die Glarner Nusstorte im Angebot. Baumnüsse, Bienenhonig und Rahm haben Glarner Ursprung, ein Pionierprodukt. Daneben verkaufen die Rotarier Glarner Alp-Raclette-Käse sowie Punsch und Kaffee zum Direktkonsum. Am Stand auf dem Zaunplatz liegt Bild- und Informationsmaterial zu den Hilfsprojekten auf. Dort können sich Interessierte mit den Rotariern über den Club und sein Engagement persönlich austauschen. (Bildbericht: John Trümpy) Öffnungszeiten: Der Bebié Fabrikladen ist Mittwoch und Freitag von 13.30 bis 17.00 Uhr geöffnet und am Samstag von 09.00 bis 11.00 Uhr. Abendverkauf offen bis 20.00 Uhr: 20. Dezember. Sonntagsverkauf ist von 13.00 bis 17.00 Uhr am 15. Dezember, 22. Dezember. Das Geschäft bietet auf über 600 Quadratmetern ein einzigartiges Sortiment von Wolle und Zubehör. Wer ein passendes Geschenk sucht, ist hier an der richtigen Adresse. Wie wäre es mit einem Gutschein oder einem exklusiven Nadelset? Geschickte Hände lassen sich von den Modellen inspirieren, um sie nachzuarbeiten. Also ist bestimmt für alle etwas dabei. Das Team freut sich auf regen Besuch im Wollparadies in Linthal. (Bildbericht: pd.) Bebié Fabrikladen GmbH, Klausenstrasse 1, 8783 Linthal, Telefon 055 643 22 74, www.wollparadies.ch INSERATEANNAHME ) 055 6474747 * fridolin@fridolin.ch

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