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5. Ausgabe 2019 (31. Januar 2019)

5. Ausgabe 2019 (31. Januar

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 5 Donnerstag, 31. Januar 2019 Schatzchäschtli 9 +10 Treffpunkt 13 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 14 –16 Aus dem Linthgebiet 27 Auflage 32 040 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Authentisch bleiben Von manchen, die in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aufsteigen, ist man es heute gewohnt: Sie kleiden sich anders, sie verkehren in anderen Kreisen, sie passen ihre Art zu sprechen an und schauen von ihrem hohen Podest auf die anderen herab. Und damit das gemeine Volk nicht sieht, dass bei ihnen Schein und Sein immer weiter auseinanderklaffen, schotten sie sich ab und ziehen eine hohe Schutzmauer um ihre Liegenschaften. Sie panzern die Scheiben ihrer Geschäftslimousinen oder Dienstfahrzeuge und werden von Personenschützern begleitet. So entsteht Aufhebens um ihre Person. Denn je mehr Aufhebens man um jemanden macht, umso grösser und wichtiger erscheint er in der Gesellschaft. Wozu sonst rollt man den roten Teppich aus? Wozu sonst bucht man die schönste Suite im Hotel? Wozu sonst beanspruchen viele Personenschutz? Doch dies alles hat eine Schattenseite, denn hinter der schützenden Mauer wird es einsam und die Mauer wird zum Kerker. Der schöne Schein, der aufrechterhalten werden muss, erstarrt zu einer Maske; das wirkliche Sein, der ganze Mensch mit seinen Ecken und Kanten, verkümmert, seine Gaben und Schwächen bekommen keine Luft mehr. Das Verhängnisvolle an Menschenmassen ist, dass sie dem schönen Schein huldigen, dass sie manche Menschen ge - radezu in die Rollen von Stars hineindrängen. Sobald diese den Verlockungen des Scheins erliegen, sind sie verloren. Doch es gibt auch eine Zauberwaffe gegen diese Ver - lockungen: Authentisch bleiben. Dazu muss man seine eigenen Stärken und Schwächen kennen. Man muss sich im Klaren sein, warum man etwas macht und nach welchen Werten man sein Leben ausrichtet. Das verlangt Ehrlichkeit mit sich selbst – und die kann manchmal schmerzhaft sein. Dann, wenn man eben gewisse gewünschte Eigenschaften nicht hat und dafür einen Makel an sich feststellen muss. Aber es erleichtert das Leben ungemein, wenn man authentisch lebt und sich so geben darf, wie man ist. Alle Sorgen um den richtigen Status, die modische Kleidung, das Traum - gewicht oder graue Haare und erste Falten fallen weg. Und man wird für seine Mitmenschen zu einem an - genehmen Zeitgenossen. Wie er - frischend ist es, wenn einer wie Mathias Vögeli von sich sagt: «Ich brauche keine Schutzmauer um mich. Ich begegne den anderen auf Augenhöhe.» Wenn er einem reinen Wein einschenkt und, wenn er etwas verspricht, sich tat sächlich darum kümmert – und das ungeachtet von Status, Würde und Amt. ● FJ Gemeindepräsident Mathias Vögeli zeigt die bahnhofnahe Parzelle in Schwanden, wo die Gemeinde neue Infrastrukturen mitentwickeln will. (Foto: FJ) Mathias Vögeli, Gemeindepräsident Auf Augenhöhe mit der Bevölkerung Seit 2014 ist Mathias Vögeli Gemeindepräsident von Glarus Süd. 2018 startete er in seine zweite Amtszeit. Der FRIDO- LIN fragte ihn, wie er seine Aufgabe bewältigt und welche Projekte im Glarner Süden anstehen. Eigentlich hatte Mathias Vögeli 2014 mit seiner politischen Karriere ab - geschlossen. Doch dann wechselte Gemeindepräsident Dr. Thomas Hefti in den Ständerat und Vögeli, der Routinier aus Rüti – er war dort 16 Jahre lang Gemeinderat und Gemeinde - präsident –, wurde zum Gemeindepräsidenten gewählt. Als solcher führt Vögeli die Gemeinde zusammen mit dem Gemeinderat strategisch. Vielfalt der Aufgaben Doch – wie Mathias Vögeli sagt – «es ist nicht alles strategisch». Seit der Änderung der Organisationsstruktur führt er die Präsidialverwaltung, und als einer, der den Kontakt zur Bevölkerung schätzt, ist er auch ausserhalb seiner Sprechstunden für die Leute da. «Sie kommen mit ihren Alltagssorgen, sprechen mich auch sonntags an. Da muss ich schauen, dass die anderen Aufgaben Platz finden. Aber meine Frau ist selber sehr engagiert, die Kinder sind ausgeflogen, so kann ich mich mit aller Kraft für die Gemeinde einsetzen. Gemeindepräsident ist man 365 Tage im Jahr, das war schon so, als das Pensum noch 60 Prozent war.» Seit der Aufstockung des Pensums auf 85 Prozent und der Reduktion des Gemeinderates auf sieben Mitglieder wurde es «noch eher intensiver.» Nutzungsplanung, Hochwasserschutz, Wasser und Abwasser Auch in Glarus Süd will man möglichst zeitnah eine verbesserte Nutzungsplanung vor das Volk bringen. «Mit den Bauern hat ein intensiver Austauschstattgefunden.»Manführte Gespräche mit dem Bund und lotete den Spielraum in Bezug auf den Gewässerraum aus. «Unzufriedenheit besteht nach wie vor im Talboden entlang der Hauptgewässer, weil dort der Gewässerraum die Bewirtschaftung am meisten einschränkt, doch ist der Spielraum ausgereizt.» Zurzeit läuft die Mitwirkung, hier wurde die Frist auf 60 Tage verlängert, in der Hoffnung, gute Lösungen zu finden. Doch kommt die Gemeinde nicht umhin, den Gewässerraum so auszuscheiden, wie es den Vorgaben entspricht. Beim Rest der Nutzungsplanung und den Baureglementen ist Mathias Vögeli überzeugt: «Das kriegen wir hin. Auch der Hochwasserschutz beschäftigt uns stark. Es wurde in den letzten 30 Jahren viel gemacht – aber es steht noch einiges an, zum Beispiel in Lin - thal.» Nach intensiven Verbauungen der Guppenrunse wird die Wasser - verbindungsleitung Leimplanggen – Leger erstellt. Damit erhält das Dorf Schwändi wieder ein zweites Ver - sorgungsstandbein. An vielen Orten müssen die Werkleitungen erneuert werden, zudem wird das Meteorwasser vom Abwasser getrennt. Da laufen mehrere Projekte, z. B. an der Alten Strasse in Matt, der Rosengasse in Hätzingen oder der Hauptstrasse in Schwanden. Eines der «Sorgenkinder» in Glarus Süd ist die Verkehrserschliessung. Einerseits jene von Braunwald, wo Projekte gesucht sind, die «von den Kosten her tragbar sind» – aber: «Da gehen Interessen und Meinungen auseinander.» Mit dem Projekt «Braunwald autofrei» will die Gemeinde dafür sorgen, dass möglichst viele Verbrennungsmotoren durch Elektrofahrzeuge ersetzt werden. Erschliessung und Entwicklung Auch die gesamte Verkehrsanbindung von Glarus Süd – sowohl mit ÖV wie mit Individualverkehr – beschäftigt die Gemeinde. «Die Umfahrung nützt uns zur Erschliessung von Glarus Süd nur, wenn sie im Leimen nach Glarus endet. Tempo-30-Zonen und eine fehlende Umfahrung dagegen hängen Glarus Süd völlig ab.» Bei der «letzten Meile» will Glarus Süd selbst zur Verbesserung beitragen. Stichwörter sind Ortsbusse, Car-Pooling, Car- Sharing und P+R-Möglichkeiten am Bahnhof. «Zentral ist der Bahnhof Schwanden. Er soll wieder zum Verkehrsknotenpunkt werden. Es soll möglich sein, in einem Kaffee zu arbeiten, den Laptop einzustecken, sich zu informieren.» Da sei man in Kontakt mit der SBB. «Die Gemeinde hat grosses Interesse, hier etwas Gutes zu schaffen. Einerseits zum Empfang für die Reisenden und Touristen, aber auch im Bereich Gesundheit – etwa eine Gemeinschaftspraxis.» In Glarus Süd liegt der Schlüssel zur Gemeindezukunft in der Zusammenarbeit mit Privaten und Unternehmern, und genau da setzt Präsident Mathias Vögeli seine Erfahrung ein. ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 2. Februar 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 3. Februar 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 2./3. Februar Dr.med. Riad Derzi Seestrasse 115, Wädenswil Telefon 044 783 96 46 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 2./3. Februar Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 20 20 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. Grosse Küchenausstellung Ziegelbrückstrasse 48 Jetzt zum Kaufhaus Schubiger Näfels gehen und sich mit Kostümen, Perücken, Schminke, Hüten und Accessoires eindecken, bevor die Fasnacht vorbei ist. Die grösste Auswahl in der Region mit Fachberatung! 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